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5 Tipps für frische Lebensmittel in der Küche

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Lebensmittel wie Äpfel, Kohl oder Kartoffeln monatelang im Lagerkeller frisch gehalten. Moderne Keller und Küchen sind da vergleichsweise warm und viel zu trocken, um Lagerware über lange Zeit appetitlich und sicher aufzubewahren. Moderne Kühlschränke bieten deshalb verstärkt Lösungen, um mit speziellen Temperaturschubladen und Befeuchtungsregulationen optimale Bedingungen zu schaffen. Lesen Sie dazu auch: Den besten Kühlschrank und Gefrierschrank für Ihre Küche auswählen…

Wir haben fünf zusätzliche Tipps gesammelt, wie Sie Ihre Lebensmittel in der Küche nachhaltig lagern.

Tipp #1: Was in den Kühlschrank gehört – und was nicht

Fleisch, Milcherzeugnisse, Wurst und Käse gehören ohne jeden Zweifel in den Kühlschrank. Schnell verderbliche Ware wie frisches Fleisch gehört nach unten hinten, wo es am kältesten ist. 

Eier können in aller Regel außerhalb des Kühlschranks, etwa im Küchenregal oder in der Vorratskammer, aufbewahrt werden. Werden sie einmal in den Kühlschrank gestellt, wird die natürliche Schutzschicht vor Keimen reduziert – dann sollten Sie die Eier in der Kühlung belassen und zügig verbrauchen.

Bei speziellen Teesorten wie Matcha scheiden sich die Geister. Teils wird empfohlen, die Grüne-Tee-Spezialität in luftgeschützten Dosen im Kühlschrank zu lagern, teils wird strikt davon abgeraten.

Für Kaffee sind die Empfehlungen eindeutiger: Kaffee sollte dunkel, luftdicht und möglichst kühl, aber nicht kalt gelagert werden. Kaffee nimmt Gerüche und Feuchtigkeit an – vor allem gemahlener Kaffee in der offenen Tüte nimmt schnell einen unangenehmen „Kühlschrankgeschmack“ an. Soll Kaffee sehr lange aromatisch bleiben, empfiehlt sich das Einfrieren der ganzen Bohne in kleinen, luftdichten Packungen. So wird die Oxidation unterbrochen und das Aroma bleibt erhalten.

Brot gehört keinesfalls in den Kühlschrank, denn es nimmt Feuchtigkeit und Gerüche ähnlich wie Kaffee an. Geschickter ist die Aufbewahrung im Tontopf, eingeschlagen in ein Küchentuch im Holzbrotkasten oder in speziellen Brottüten direkt vom Bäcker. Das ganze Brot hält länger frisch, einzelne Scheiben trocknen dagegen schneller aus.

Für Obst und Gemüse sind die Sorten entscheidend. Verfügt Ihr Kühlschrank über eine Obst- und Gemüseschublade, eine Biofresh-Funktion oder ähnliches? Dann sind die Aufbewahrungsbereiche optimal für frische Vitaminlieferanten vorbereitet.

Salate und Kräuter-Abschnitte wie Petersilie wird am besten in ein Küchentuch eingeschlagen, um einige Tage frisch und knackig zu bleiben. In der Gemüse-Schublade des Kühlschranks sogar bis zu einer Woche.

Tipp #2: Exoten und heimische Früchte frisch halten

Südfrüchte kommen mit Kälte weniger gut zurecht wie heimische Früchte, die sich gut auch längere Zeit im Kühlschrank lagern lassen.

Grundsätzlich gilt: 

  • Äpfel nur in den Kühlschrank, wenn sie dort gesichert länger aufbewahrt werden sollen; für wenige Tage können Äpfel einfach in einer Obstschale in der Küche stehen
  • Bananen von Äpfeln und Tomaten fernhalten und den Strunk mit Alufolie oder Klarsichtfolie umwickeln, dann verzögert sich der Reifeprozess
  • heimische Beeren im Biofresh-Fach des Kühlschranks möglichst einlagig aufbewahren

Tomaten und Äpfel dünsten beide Ethylen aus, ein „Reifegas“. Liegen Früchte dicht an dicht mit Äpfeln oder Tomaten, verderben sie schneller.

Tipp #3: Lagergemüse mag es kühl und dunkel

Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch zählen zum typischen Lagergemüse. Was ehemals im kühlen Keller in großen Kisten überwinterte, muss jetzt oft in kleineren Portionen gekauft und zügig verbraucht werden. Moderne Keller und Küchen sind insgesamt zu trocken und viel zu warm, um eine optimale Lagerungsumgebung zwischen 4 Grad Celsius und 12 Grad Celsius bei über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit zu garantieren.

Küchenbuffets und Küchenschränke mit Gittertüren bieten eine gute Durchlüftung und schützen Kartoffeln und Zwiebeln vor zu viel Helligkeit. Alternativ sind Tontöpfe mit Lüftungslöchern ideal, um kleinere Mengen an Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch aufzubewahren. Teils gibt es auch die Lösung, Mulden mit Deckel in der Arbeitsplatte einzulassen. Diese Mulden bieten Raum für Verbrauchsgüter wie Knoblauch und Zwiebeln, bieten Dunkelheit und Schutz vor Feuchtigkeit.

Kleinere Mengen, die sofort oder binnen weniger Tage verbraucht werden, sind in klassischen Weiden- oder Metallkörben gut aufgehoben. Wichtig bei Kartoffeln: Grüne Stellen und Triebe weisen auf die Bildung des giftigen Stoffs Solanin hin. Solche Exemplare aussortieren!

Luftiger mögen es diverse exotischere Gemüse wie Auberginen, aber auch heimische Tomaten sind in Gitterkörben gut untergebracht. Auch Lauch, Paprika oder Zucchini bleiben ohne Kühlung frisch, schätzen aber die Dunkelheit. Eine regelmäßige Kontrolle der Vorräte ist zugleich unverzichtbar.

Tipp #4: Mehl, Zucker und Co. Mottensicher aufbewahren

Theoretisch genügt bei Mehl, Zucker, Kartoffelstärke, Tee und Kaffee die jeweilige Originalverpackung. Meist sind sie mit zusätzlichen Klebestreifen ausgerüstet, um die angebrochenen Packungen sicher zu verschließen.

Falls Sie bereits mit Lebensmittelmotten oder Mehlwürmern das Vergnügen hatten, sind auch solche lang haltbaren trockenen Lebensmittel in luftdicht verschließbaren Gläsern und Aufbewahrungsboxen besser aufgehoben. 

  • Mehl und Zucker sind in Glas- und Plastikboxen mit Dichtungsgummi gut gegen Feuchtigkeit und Schädlingsbefall geschützt.
  • Kaffee verliert bei offener Packung schnell sein Aroma und sollte deshalb dunkel, kühl und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden.
  • Tee verliert offen gelagert seine vielfältigen Aromen, unterschiedliche Teesorten sollten besser nach Sorten getrennt in Glas- oder Plastikboxen vor Feuchtigkeit sicher aufgehoben sein.
  • Gewürze verlieren schnell ihr Aroma, wenn sie mit Hitze und Feuchtigkeit in Berührung kommen, deshalb immer etwas vom Herd entfernt in luftdichten, dunklen Behältnissen aufbewahren.

Tipp #5: Nachwachsende Lebensmittel

Wir hatten es beim Beitrag zur grünen Küche bereits beschrieben: Salat, Karotten oder Kräuter lassen sich wunderbar in Töpfen und Schalen nachziehen. So bleiben sie frisch – und sind immer für die nächsten Kochexperimente verfügbar. Lesen Sie hier 3 Tipps für Indoor-Gemüse- und Kräuterzucht…

Fazit

Im besten Falle wird die Lebensmittelaufbewahrung schon bei der Küchenplanung beachtet, um später ausreichend Platz für die unterschiedlichen Anforderungen zu bieten. Es kann hilfreich sein, wenn Sie Aufbewahrungsboxen, Gläser und Körbe ausdrücklich für unterschiedliche Lebensmittel anschaffen und nutzen. So landen die Tomaten nicht aus Versehen im Kühlschrank, sondern an ihrem angestammten Platz in der Schale in der Vorratsschublade.