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5 Tipps für gemütliche kleine Schlafräume

Kleine Räume wirken schnell vollgestellt und überladen. Und besonders in Schlafzimmern landen allzu gern die Kisten und Stapel, die im sonstigen Wohnraum keinen Platz finden. Dann stapelt es sich auf und neben den Kleiderschränken. Gemütlich ist das allerdings nicht. Deshalb haben wir fünf Tipps zusammengestellt, um kleine Schlafräume sinnvoll und gemütlich einzurichten.

Ein Hinweis vorab: Die DIN 283 regelte bis zum Ende der 1980er Jahre, dass Zimmer zwischen sechs und zehn Quadratmeter nur als „halbe“ Zimmer deklariert werden dürfen. Obwohl die DIN-Vorschrift schon sehr lange außer Kraft gesetzt ist, hat sich die Einteilung in halbe Zimmer hartnäckig gehalten, vor allem bei Mietwohnungen. Das ist auch heute noch hilfreich, wenn von 2,5 Zimmern die Rede ist – Sie wissen so schon im Vorfeld, dass wenigstens ein Zimmer eher klein ausfällt beziehungsweise nicht voll genutzt werden kann.

Schlafzimmer mit zehn Quadratmetern – oder weniger – können nach dieser Definition wohl gut als „klein“ bezeichnet werden. Schon ein klassisches Doppelbett mit 2×2 Metern und etwas Platz drumherum nimmt beinahe die Hälfte des Raumes ein, da sollten die restlichen Quadratmeter Raum gut verplant sein!

Helle Farben und ein geschickt eingesetzter Spiegel können ein kleines Zimmer viel größer und geräumiger wirken lassen als es ist. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Tipp #1: Den Raum als Ganzes nutzen

In Altbauten bleibt die enorme Deckenhöhe oft unbeachtet. Dabei bieten sich hier etwa Podeste oder sogar Hochbetten an, um den Platz nach oben hin voll auszunutzen und gleichzeitig klug Stauraum zu schaffen. Ein vereinzeltes Schrank- oder Regalsystem im Sondermaß bis zur Decke schafft enorm viel Stauraum und bietet die Chance, dafür alle anderen Wände unverstellt zu belassen.

In schmalen Schlauchzimmern sind es vielleicht eher Klappbetten oder Schlafsofas, die gleichzeitig Stauraum schaffen und das Schlafzimmer dekorativ ausfüllen.

Tipp #2: Offene Aufbewahrung und Ordnung

Geschlossene Schrankfronten können schnell erdrückend wirken. Das gilt vor allem für kleine, eher dunklere Zimmer. Offene Aufbewahrungstypen wie Regale, Korbsysteme und Hängeaufbewahrung dagegen erweitern den Raum optisch etwas. Es wirkt offener, freundlicher – und damit automatisch auch gemütlicher.

Mit einer Einschränkung: Sind alle Regale hoffnungslos überfüllt und drängen sich die Kleidungsstücke gut sichtbar dicht an dicht, ist die Gemütlichkeit trotzdem schnell dahin. Deshalb ist Tipp #3 unverzichtbar.

Offene Wandregale, versetzt angebracht, nutzen die Wand beispielsweise in Kombination mit niedrigen Kommoden sinnvoller aus, als es geschlossene Regalsysteme tun würden.

Tipp #3: Ausmisten und auslagern

Direkt neben den bereits sortierten, aber noch nicht entsorgten drei Kisten der abgelegten Kinderkleidung und der Dekokiste für Weihnachten schläft es sich nicht sonderlich gut. Diese Dinge brauchen einen festen Platz, möglichst aber nicht im Schlafzimmer. Hier sollten die Gemütlichkeit und Entspannung im Vordergrund stehen!

Deshalb gilt:

  • Dinge, die bereits aussortiert sind, nicht im Schlafzimmer zwischenparken. Sondern direkt neben der Tür lagern – dort, wo sie am meisten stören. Dann werden sie auch schneller entsorgt.
  • Saisonale Dekoration, saisonale Kleidung und ähnliches muss nicht permanent erreichbar sein. Deshalb können die Kisten oder Kleidersäcke auch gut dort verstaut werden, wo Sie sonst kaum hinkommen, etwa auf dem Dachboden, im Kellerabteil oder ganz oben im Flurschrank.
  • Die Aufbewahrung von Kleidung muss nicht im Schlafzimmer passieren. Ist im Flur oder im Wohnraum deutlich mehr Platz? Dann lässt sich der Kleiderschrank auch dorthin auslagern. Natürlich in einem zum Raum passenden Design.

Tipp #4: Helle, freundliche Farben und ausreichend Beleuchtung sind Pflicht!

Dunkle Farben verleihen großen Räumen mehr Tiefe und Gemütlichkeit. Bei kleinen Räumen verstärkt sich der Effekt oft noch: Sie wirken dann allerdings eher wie kleine dunkle Löcher. Deshalb sind hellere, freundlichere Farben im kleinen Schlafzimmer sinnvoller. Starke Kontraste, etwa durch einen dunklen Echtholzboden und helle Möbel und Wände, lassen den Raum trotzdem gemütlich wirken.

Die Beleuchtung sollten Sie in unterschiedlichen Stufen planen:

  1. Helles Deckenlicht für Aktivitäten, die eine gute Ausleuchtung erfordern, etwa aufräumen oder Wäsche zusammenlegen.
  2. Funktionslicht am oder neben dem Bett, um zu lesen oder sich im Bett bei gutem Licht zu entspannen.
  3. Gedämpftes oder dimmbares Licht an den Seitenwänden oder in den Zimmerecken mit an die Decke gerichteten Spots, um dem Raum mehr Tiefe zu verleihen.

Ähneln sich Wand- und Möbelfarben, fallen massive Möbelstücke optisch weniger ins Gewicht und der kleine Raum wirkt harmonischer.

Tipp #5: Spiegel, Bilder und Textilien für den feinen Unterschied

Unnötiges sollte das Schlafzimmer verlassen, um eine ordentliche und gleichzeitig wohnliche Atmosphäre zu schaffen. Persönliche Erinnerungsstücke, Bilder und Kunstwerke schließt das natürlich nicht mit ein. Sie verleihen einem Raum erst echte Gemütlichkeit.

Bilder lassen sich gut in Gruppen auf Regalen, auf Bilderleisten oder an der Wand anbringen. Mit Spiegeln und geschickt platzierten Lichtquellen in unmittelbarer Nähe lässt sich der kleine Raum geschickt erweitern. Helle und luftige Vorhänge am Fenster, unterschiedliche Kissen oder Decken auf dem Bett und ergänzende, den Boden nicht komplett abdeckende Teppiche ergänzen den gemütlichen Stil.

Fazit

In kleinen Schlafzimmern lässt sich mit etwas Geschick eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Alles, was es dafür braucht, sind passende Möbel und eine durchdachte Strategie, was die Verteilung von Stauraum, Licht und Schatten angeht.