Einrichtungstipps für ein erholsames Schlafzimmer

Einrichtungstipps für ein erholsames Schlafzimmer

Gut erholt aufwachen und voller Energie in den Tag starten – wer wünscht sich das nicht? Dieses Ideal erreichen aber nur die Wenigsten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal hat es mit Dingen zu tun, die außerhalb unserer Macht liegen, wenn wir beispielsweise nicht hundertprozentig gesund sind. Manchmal ist unser Gehirn Schuld, weil das ausgerechnet dann auf Hochtouren arbeitet, wenn wir uns eigentlich erholen wollen. Und manchmal hat es damit zu tun, wie wir unser Schlafzimmer eingerichtet haben.

In diesem Beitrag schauen wir uns den letzten Punkt an und haben die wichtigsten Tipps und Tricks für Sie, damit Ihr Schlafzimmer zur Erholungsoase wird.

Licht und Beleuchtung

Nicht jeder braucht ein komplett abgedunkeltes Schlafzimmer. Aber falls Sie Schwierigkeiten mit der Nachtruhe haben, sollten Sie diesen Punkt in Erwägung ziehen. Wir Menschen sind schließlich tief im Innern immer noch unseren Vorfahren ähnlich – und für die war Licht ein Zeichen dafür aufzuwachen. Diese Reaktionen stecken tief in uns drin. Sie sitzen in den ältesten Teilen unseres Gehirns. 

Insofern: Rollos, Jalousien und vor allem verdunkelnde Vorhänge sind hier gute Ideen. Denn diese Straßenlampe vor dem Fenster, die Sie nach Jahren der Gewöhnung gar nicht mehr wahrnehmen, könnte Sie trotzdem irritieren…

Ein anderer Punkt: Auch die Lichtintensität und Lichtfarbe senden Signale, die wir unterbewusst wahrnehmen. Es ist noch nicht so lange her, dass sich der Tagesablauf der Menschen am Sonnenlicht orientierte. Kerzen und Gaslampen haben das dann bereits ein wenig verändert. Aber das ist kein Vergleich zu dem künstlichen Licht, das uns heute jederzeit zur Verfügung steht. Diese schon erwähnten ältesten Teile des Gehirns wissen allerdings nichts davon. Die registrieren taghelles Licht und schlussfolgern, dass es noch nicht Nacht sein kann. Deshalb wird empfohlen, das Licht abends zu dämpfen. Und falls möglich, setzen Sie auf rötliche Leuchtmittel. Manche „smarte“ Glühbirnen mit LED-Technik können Sie heute sogar ganz individuell anpassen.

Und als genereller Tipp: Gerade im Schlafzimmer sollten Sie eine dezente Beleuchtung haben. Die Deckenlampe ist gut zum Aufräumen und Saubermachen. Aber wer zur Ruhe kommen will, sollte auf die bewährte Nachtischlampe oder eine ähnliche Lösung setzen.

Es sind aber nicht nur die Lampen: Auch unsere zahlreichen Bildschirme leuchten uns an – und das oft sehr grell. Neuere Geräte können immerhin die Farbgebung abhängig von der Tageszeit ändern. Nach Sonnuntergang werden sie dann rötlicher. Alternativ gibt es Apps, die das übernehmen. Es gibt zwar keinen hundertprozentigen Konsens in der Wissenschaft, dass das wirklich hilft. Aber schaden wird es sicher nicht.

Nebenbei bemerkt ist es sowieso eine gute Gewohnheit, Smartphone & Co. rechtzeitig vor dem Schlafen gehen zur Seite zu legen. Vor allem Social-Media-Angebote oder auch Spiele sind darauf optimiert, dass wir die Zeit vergessen und nur mit Mühe aufhören können. Das aber hält unser Gehirn aktiv und uns wach. Beschäftigen Sie sich lieber mit etwas, das Sie entspannt und das Sie jederzeit zur Seite legen können, wenn Sie schläfrig werden.

Ein bisschen Unordnung schadet sicher nicht, solange trotzdem alles seinen Platz hat. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Farbe und Wandgestaltung

Aber kommen wir zurück zur Einrichtung. Neben dem Licht spielen auch die Farben eine Rolle. Knallige, bunte Farben putschen uns auf. Dezente, sanfte Farben beruhigen. Das kann beispielsweise Grün sein oder Blau. Wichtig ist, dass Sie es als angenehm empfinden. Behalten Sie im Kopf: Es geht hier nicht um eine modische Gestaltung oder gar Wohntrends. Es geht um einen Raum, in dem Sie sich entspannen können und zur Ruhe kommen. So wird Orange beispielsweise oftmals als harmonisch empfunden.

Auch die Wandgestaltung spielt hier eine Rolle. Suchen Sie sich Gemälde, Fotos oder Poster aus, die eine beruhigende Wirkung auf Sie haben. Dinge, die Sie sich gern anschauen. Dinge, die angenehme Gedanken und Assoziationen in Ihnen auslösen.

Für Ordnung sorgen

Ein anderer Punkt, der uns im Unterbewusstsein nicht zur Ruhe kommen lässt: Unordnung. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ heißt es ja so schön und da ist etwas dran. In diesem Fall wollen Sie diesen Effekt. 

Schnell wird das Schlafzimmer zur Aushilfs-Abstellkammer, denn seine Wachzeit verbringt man ja meist andernorts im Zuhause. Auch am Waschtag wird es hier schnell chaotisch.

Es gibt Menschen, die das Durcheinander mögen. Aber probieren Sie einmal aus, wie Sie selbst die darauf reagieren. Denn oftmals bemerken wir gar nicht, wie sehr uns eine „optische Unruhe“ negativ beeinflusst.

Ein wesentlicher Trick beim Aufräumen ist es: Alles hat seinen Platz. Und wenn etwas keinen Platz hat, dann braucht es einen.

In einem eigenen Artikel haben wir beispielsweise über das Stauraumwunder Bettkasten geschrieben. Schauen Sie sich den einmal an und lassen Sie sich davon anregen. In einem weiteren Beitrag geben wir Ihnen 5 Tipps für gemütliche kleine Schlafzimmer – denn auch wenn Sie nicht viel Fläche haben, können Sie doch eine gute Lösung finden.

Haben Sie mehr Platz, können Sie natürlich über eine Kommode nachdenken. Nachtschränke bewahren alles griffbereit auf. Und die Kleidung für den morgigen Tag liegt dann auf einem Stuhl bereit. Das sorgt dann nicht nur für mehr Ordnung, sondern erleichtert zugleich den Start in den neuen Tag.

Möbel richtig aufstellen

Ob Sie nun an Dinge wie Feng Shui glauben oder nicht: Der Standort der Möbel im Raum hat einen Einfluss darauf, wie wohl Sie sich fühlen. Da kommen nicht zuletzt wieder unsere urzeitlichen Instinkte zum Tragen, über die wir weiter oben schon gesprochen haben. Und manchmal sind es auch ganz praktische Erwägungen, die hier eine Rolle spielen.

Stellen Sie Ihre Möbel grundlegend so auf, dass der Raum offen wirkt und Sie trotzdem genug Stauraum haben. Ein Einzelbett kann deshalb zum Beispiel auch gut in einer Ecke oder Nische seinen Platz finden.

Das Kopfende des Bettes sollte sich auf jeden Fall an der Wand befinden. Das gibt uns ein Gefühl der Sicherheit, das wir für einen erholsamen Schlaf dringend benötigen. Achten Sie zugleich darauf, dass an oder in dieser Wand keine Heizungs- oder Wasserleitungen zu finden sind. Denn die können Geräusche verursachen, die Ihre Nachtruhe stören.

Vermeiden Sie es, das Bett zwischen Tür und Fenster aufzustellen. Denn damit könnten Sie am Ende in Zugluft liegen.

Fazit

Menschen geben viel Geld für Wellness aus. Dabei ist es natürlich schön, sich einmal außerhalb des Zuhauses zu entspannen und zu erholen. Aber auch die eigenen vier Wände können (und sollten) wir so gestalten, dass wir uns darin wohlfühlen. Und wie Sie anhand dieses Artikels vielleicht gesehen haben: Das braucht gar keine aufwändige Einrichtung.

Gehen Sie einmal in Ihr Schlafzimmer und versuchen Sie, es mit frischen Augen zu sehen. Im Alltag übersehen wir die Dinge, die uns eigentlich stören. Unser Gehirn ist ein Meister darin, sie auszublenden – andernfalls wären wir oftmals komplett überfordert. Dieses Ausblenden aber kostet ebenfalls Kraft und Energie, die uns an anderer Stelle verloren geht.

Nehmen Sie sich also einmal ganz bewusst einen Moment und nehmen Sie Ihr Schlafzimmer in all seinen Details wahr. Was passt gut? Was gefällt Ihnen? Was stört? Was sollte anders sein? Was fehlt?

Sie werden eventuell erstaunt sein, wie viele Dinge Ihnen mit einem Mal auffallen.