Einrichtungstipps: Kino für daheim

Einrichtungstipps: Kino für daheim

Ein großer TV schafft noch kein Kino-Feeling in den eigenen vier Wänden. Was wäre also nötig, um möglichst viel Kinoatmosphäre zu erschaffen, ohne dafür einen komplett eigenständigen Raum zu belegen? Wir haben die Punkte zusammengestellt, die aus einem Raum mit TV einen Raum im Kino-Stil werden lassen!

Zunächst gilt natürlich: Wenn Sie einen extra Raum ausschließlich für Ihr Kinovergnügen zur Verfügung haben, dann wird natürlich dieser entsprechend eingerichtet. Bei vorhandenen Keller- oder Dachgeschossräumen kann der Umbau bis ins Kleinste geplant werden. Dann lassen sich Lautsprecheranlagen und geeignete Spots in den Wänden verbauen und vorhandene Fenster dauerhaft oder variabel verschließen. 

Ein ausschließlich fürs Heimkino verwendeter Raum darf gute 30 Quadratmeter groß sein, mit einer möglichst rechteckigen Grundform. So breitet sich der Ton am besten aus und es bleibt ausreichend Raum für Sitzgelegenheiten und die eigentliche Bildschirmfläche.

Wenn Sie sich lieber eine gemütliche Kinoatmosphäre im Wohnbereich einrichten wollen, dann sind die folgenden Tipps die Richtigen für Sie.

#1 Beleuchtung und Licht

Viel Bedeutung kommt der richtigen Beleuchtung im heimischen Kinoraum zu. Wandleuchten bieten sich an, um stimmungsvolle Akzente zu setzen. 

Deckenleuchten sollten im besten Falle davon unabhängig geschalten werden können, um sie im Alltag nutzen zu können. 

Setzen Sie einen Beamer im Wohnzimmer ein, ist keine weitere Beleuchtung nötig. Ein großer TV-Bildschirm profitiert dagegen davon, eine sanfte Hintergrundbeleuchtung zu erhalten. Eine geringe Helligkeit ist hier völlig ausreichend. Eine gedämpfte Rundum-Beleuchtung ist sinnvoll, damit das Auge nicht zu sehr von der einzigen Lichtquelle im Raum irritieren lässt.

Tageslicht stört die Kinoatmosphäre hingegen ziemlich nachhaltig. Blickdichte Vorhänge oder Rollos sind eine gute Variante, um es zumindest zeitweise aus dem Wohnbereich auszusperren.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Gedämpftes, ruhiges Licht
  • Raum verdunkeln
  • Hintergrundbeleuchtung beim TV-Bildschirm

#2 Sitzen und Liegen

Niemand sitzt gern auf harten Stühlen für die Dauer eines Kinofilms. Richtig? Selbst bei einem modernen Wohnzimmer mit nur gelegentlichem TV-Konsum wählen Sie sicherlich das bequemste Sitzmöbel aus, dass Sie finden können. 

Große Sofas, großzügige Couchen mit ausreichend Platz zum ausstrecken und eine gute Nacken- beziehungsweise Kopfstütze sind deshalb der zentrale Bestandteil für Ihr Heimkino. Normalerweise zu niedrige Sofarückenlehnen lassen sich für den Kinoabend mit festen, hohen Sofakissen kurzzeitig verlängern.

Wenn der ausgewählte Raum die Möglichkeit hergibt, sind spezielle Fernsehsessel mit flexibler Rückenlehne eine bequeme Lösung. Die Füße sollte man in jedem Fall hochlegen können, um entspannt dem Film folgen zu können.

Raum zu klein oder die Zuschauerzahl zu groß für wirklich bequeme Sofas? Eventuell kann eine bequeme Sitzlandschaft auf dem weichen Teppich geschaffen werden, ergänzt mit großen Sitzkissen und kleinen Beistelltischen für Snacks und Getränke. Das gelingt natürlich nur, wenn der TV-Bildschirm oder die Beamer-Leinwand entsprechend ausgerichtet werden. Die zusätzlichen Accessoires werden nach dem Kinoabend weggeräumt und nehmen anschließend keinen zusätzlichen Raum ein – bis zum nächsten Kinoerlebnis.

Wichtig: Der Abstand vom Sitzplatz zur Bildschirmfläche sollte angemessen für die Bildschirmfläche sein. Das zwei- bis dreifache der Bildschirmdiagonale wird hier meist empfohlen. Je größer der Bildschirm, desto größer auch die Entfernung zum Film, zumindest in der Theorie. In der Praxis sollten Sie ausprobieren, welcher Abstand angenehm ist.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Entspanntes Sitzen mit Nackenstütze und Fußablage
  • Sitzmöglichkeiten Entsprechend der Raumgröße und der typischen Raumnutzung auszuwählen
  • Optimalen Abstand zum Bildschirm einhalten

#3 Aufstellen und Wegräumen

Wenn sich das Heimkino den Platz mit dem Wohnzimmer teilt, dann möchten Sie sicherlich, dass es sich gut in die Einrichtung einfügt. Glücklicherweise finden Sie dazu heutzutage eine große Auswahl an TV-Möbeln, die zu praktisch jedem Stil passen.

Natürlich gehören dazu Glas und Edelstahl, wenn es modern und minimalistisch sein darf. Aber ebenso gehört dazu Holz in all seinen Varianten und Optiken – von skandinavisch-schlicht bis klassisch-verschnörkelt.

Ein TV-Unterschrank oder Lowboard ist dann einerseits der perfekte Ort, um den TV aufzustellen (sofern Sie ihn nicht an die Wand hängen möchten oder können). Und andererseits verstecken Sie hier die manchmal zahlreichen zusätzlichen Boxen, den Kabelsalat und weiteres Zubehör.

Einige dieser Modelle sind zudem rollbar: Das ist gerade dann praktisch, wenn der Zuschnitt Ihres Wohnzimmers keinen dauerhaften, perfekten Platz für den Fernseher zulässt. Oder eventuell wollen Sie auch nicht immer auf den Bildschirm schauen, wenn Sie auf der Couch sitzen.

So oder so gilt: Mit solchen Möbeln bleibt Ihr Wohnzimmer wohnlich und wird nicht etwa zum TV-Studio…

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • TV-Möbel gibt es heute für praktisch jeden Einrichtungsstil
  • Sie sorgen für eine wohnliche Atmosphäre
  • Technische Geräte, Kabelsalat und Zubehör verschwinden aus dem Blickfeld

#4 Technik und Ton

Heimkino-Enthusiasten schwören auf den Einsatz von Beamer, Leinwand und ausgefeiltem Soundsystem. Zu diesen Themen können wir Sie zwar nicht in unseren Geschäften beraten. Aber für diesen Beitrag fassen wir einmal einige der wesentlichen Tipps zusammen.

Für den Beamer gilt: Leistungsstarke Geräte liefern im abgedunkelten Raum leicht Filmflächen von bis zu 2,5 Metern Bildschirmdiagonale. Sie benötigen allerdings eine möglichst ebene Fläche, auf die sie projizieren können. 

Eine glatt gespachtelte, weiße Wand ist die einfachste Lösung für das Wohnzimmer. Bei genauerem Hinsehen finden sich aber schnell leichte Unebenheiten in der Fläche, die das Bilderlebnis trüben können. Mobile Leinwände, die mit Haken oder mithilfe eines Rahmens an Wand oder Decke befestigt werden, sind eine gute Alternative. Noch besser sind allerdings fest installierte elektrische Leinwände. Sie werden bei Bedarf per Knopfdruck ausgefahren und am Ende des Kinoabends ebenso auf Knopfdruck eingefahren. Der Rollkasten wird entweder in die (abgehängte) Decke integriert werden oder auf Putz angebracht.

Ähnlich sieht es mit einem hochwertigen Soundsystem aus. Besteht die Möglichkeit, die Lautsprecher samt aller Kabel in die Wände zu legen, ist das immer vorzuziehen. Damit wird in aller Regel die Position von Couch und Bildschirmfläche festgeschrieben, um eine optimale Klangwirkung zu erzielen. Wenn Sie es flexibler halten wollen, werden die Bestandteile des Soundsystems lediglich an der Wand montiert. Modernste Klangsysteme kommen mit wenigen Boxen aus, die sich im Wohnbereich kaum noch herausheben.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Zum Raum passende Bildschirmdarstellung verwenden
  • Abstand zwischen Bildschirm und Sitzfläche beachten!
  • Tontechnik auf die Raumnutzung abstimmen

Fazit

Es braucht durchaus keinen eigenen Kinoraum, um echtes Kinofeeling in Ihr Wohnzimmer zu bringen. Bei der Planung des Wohnbereichs lassen sich einige Bestandteile wie eine bequeme Liegecouch oder die Fläche für eine Beamer-Projektion vorab einkalkulieren. Alles weitere ist variabel – von der Abdunkelung des Raums bis zur Gestaltung flexibler Sitzbereiche auf dem Boden finden sich für jeden Raum passende Umsetzungsideen.

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