Jahreszeitliche Deko: Weihnachten in der Küche

Jahreszeitliche Deko: Weihnachten in der Küche

Christbaumkugeln, Kerzen und Orangen in einer Schale sind längst nicht alles, was eine Küche weihnachtlicher wirken lässt. Mit einigen Tipps ist der liebste Ort der Familie schnell winterlich dekoriert, ohne dabei zu überladen zu wirken. 

Tipp #1: Dezente Lichter lassen die Küche funkeln

„Dekor ist Taktgefühl“, hat der bekannte Architekt Frank Lloyd Wright einst gesagt. Das gilt wohl vor allem für die Weihnachtszeit, in der es nur zu schnell an jeder Ecke funkelt und glitzert. In offenen Wohnküchen kann das schon mal dazu führen, dass sich das Auge kaum noch erholen kann.

Deshalb gilt auch: Dekorieren Sie entweder die Fenster im Wohnzimmer oder die in der Küche, nicht unbedingt alle in allen Räumen. Lichterketten mit LED-Lampen eignen sich perfekt dafür, dezente Lichtpunkte in offenen Wohnküchen zu setzen – auch unabhängig von Fenstern. 

Klebehaken an neuen Küchenmöbeln lassen sich später rückstandslos entfernen, während klassische kleine Haken zum Eindrehen oder Einschlagen im Mauerwerk verbleiben können. Wenn Sie gern jahreszeitlich passend dekorieren, können diese Haken als Fixpunkte dienen, um je nach Saison unterschiedliche Hängedekoration über der Kücheninsel oder vor Nischen aufzuhängen!

Jahreszeitliche Deko geht auch minimalistisch und kann trotzdem gemütlich und heimelig wirken. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Tipp #2: Dreiergruppen wirken harmonisch

Thematische und farbliche Inseln zu schaffen, das gilt für jeden Bereich der Dekoration. In der Küche gilt das natürlich ebenfalls: Gruppieren Sie Kerzen, Dekorationsobjekte oder andere weihnachtliche Motive in Dreiergruppen und in einzelnen Bereichen innerhalb der Küche. Auf Kücheninseln, auf dem Fensterbrett oder in der Essecke auf dem Esstisch bieten in der Regel ideale Flächen für diese Dekorationsgruppen.

Besonders harmonisch wirken in der Höhe aufeinander abgestimmte abgestufte Elemente. Sie bilden das Prinzip nach, dass uns auch in der freien Natur begegnet: Kaum ein ungeschnittener Baum ist exakt gleich wie seine Waldnachbarn. Viel häufiger wachsen sie in unterschiedlichen Höhen, die trotzdem harmonisch wirken. Was im Wald funktioniert, das gelingt Ihnen erst recht auf dem Küchenblock!

Tipp #3: Kerzen für eine heimelige Atmosphäre

In der kalten Jahreszeit funktionieren Feuer und Kerzen im Grunde immer. Wenn Sie flackernden Kerzenschein mögen, dann setzen Sie Kerzen ein. Echte Bienenwachskerzen bringen nehmen dem warmen Lichtschein auch ihren zarten Duft mit in die Wohnung. Alternativ sind Duftkerzen mit unterschiedlichen Geruchsnuancen eine Möglichkeit, sowohl Feuerschein als auch stimmungsvolle Gerüche zu verknüpfen.

Tipp: Auf Hochglanz polierte Metalltabletts oder einfache Spiegelfliesen verstärken den Effekt der Kerzenflamme und sorgen für faszinierende Lichtpunkte in der dunklen Küche am Abend. Besonders schön machen sich diese Arrangements auf schmalen Sideboards oder klassischen Küchenbuffets, etwas abgesetzt vom eigentlichen Küchenbereich.

Wer aufgrund von Kindern oder Haustieren im Haushalt lieber auf offenes Feuer verzichten möchte, kann auf LED-Kerzenflammen mit Batteriebetrieb setzen. Die gibt es auch im Stil flackernder Kerzenflammen, ohne dabei jederzeit im Auge behalten werden zu müssen.

Tipp #4: Auf Farbvielfalt setzen

Amerikanisch inspirierte Weihnachtsdeko setzt meist auf die Kombination aus Grün, Rot und Gold. So schön eine einheitliche Farbgestaltung wie diese auch ist, sie passt nur bedingt zum Stil moderner, europäischer Küchen.

Winter- und Adventsdekoration darf darüber hinaus auch gerne bunt und vielfältig sein, oder ganz im Gegensatz dazu in sehr schlichten Farbtönen daherkommen. Für klassisch gehaltene Küchen in Schwarz und Weiß können kräftige Farben und starke Kontraste ein echter Hingucker sein. Dann genügt schon eine Schale mit leuchtenden roten Weihnachtsbaumkugeln oder eine glitzernde Hängedekoration in bunten Farben, um die Küche festlich zu gestalten, ohne zu dick aufzutragen.

Besonders edel wirken dagegen silberne, goldene und weiße Dekorationselemente, die Ton-in-Ton eingesetzt werden. Für schlichte und minimalistisch eingerichtete Küchen ist das meist die optimale Möglichkeit, ohne Stilbruch stimmungsvolle Akzente zu setzen. Weiß überhauchte Engelsfiguren in Dreiergruppen, zarte Metall-Tannenbäume oder weihnachtliche Tortenständer in klarem Weiß sind ideal für eine eher schlichtere Farbgestaltung

Tipp #5: Fensterdekoration von schlicht bis auffällig

Der Schwibbogen ist ein echter Klassiker für die weihnachtliche Fenstergestaltung. Große und hohe Fenster wirken dann trotzdem eher nackt im oberen Bereich. Wenn Sie eine künstlerische Ader haben, können Sie mit Kreidestiften Fensterbilder auf die Scheibe malen – winterliche Malvorlagen gibt es in Drogerien oder online zu kaufen. Scherenschnitte mit Advents-Motiven sind wunderbar gemeinsam mit Kindern entworfen und vorbereitet. Sie werden mit Klebeband am Fenster befestigt und sind nach den Feiertagen rückstandslos wieder entfernt. So lassen sich im Wohnküchenbereich weihnachtliche Szenen am Fenster gestalten, die sofort ins Auge fallen.

Deutlich schlichter fallen dagegen zartere LED-Lichterketten aus, die mit tanzenden Schneeflocken oder als feine Fadenvorhänge nur sanften Lichtschein verbreiten sollen. Kleine Weihnachtssterne in unauffälligen Übertöpfen ergänzen die stimmige, aber unauffälligere Dekoration auf dem Fensterbrett.

Fazit

Die saisonale Dekoration macht auch vor der Küche nicht halt. Umso stimmiger wirkt sie aber, wenn sie mit wenigen Gestaltungsgriffen umgesetzt wird – etwa Ton-in-Ton und gruppiert in kleinen Inseln. Dann wirkt die Küche weniger überladen und verbreitet trotzdem gerade in der Adventszeit eine stimmungsvolle Atmosphäre, die zum Backen und Kochen einlädt.