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Ratgeber Bettenkauf: Diese Formen, Größen und Arten sollten Sie kennen

In Deutschland werden Betten oft 20 Jahre oder länger genutzt. Matratzen sollten zwar aus hygienischen Gründen spätestens alle 10 Jahre gewechselt werden, sind aber oft auch deutlich länger in Benutzung. Wenn Sie jetzt vor der Entscheidung stehen, sich ein neues Bett auszusuchen, sollte die Entscheidung also gut überdacht sein.

Diese gängigen Modelle, Formen und Größen sollten Sie kennen, wenn Sie sich nach einem neuen Platz für sanfte Träume umschauen!

Amerikanische Boxspringbetten

In einem Boxspringbett sorgen gleich drei aufeinander abgestimmte Systeme (Unterbox, Matratze und Topper) für einen Schlaf wie auf Wolken. Falls Sie damit noch nicht so vertraut sind, haben wir hier einen lesenswerten Artikel für Sie: Das perfekte Boxspringbett aussuchen und kaufen…

Neben den hierzulande gängigen Abmessungen (siehe unten) sind teils auch die amerikanischen Größen zu finden (Breite x Länge):

  • Twin Size: 99 x 190,5 cm
  • Double Size oder Full Size: 137 x 190,5 cm
  • Queen Size: 152 x 203 cm
  • California King Size: 183 x 213 cm
  • King Size: 193 x 203 cm

Beachten Sie, dass Sie eventuell Schwierigkeiten haben werden, die passenden Spannbettlaken für diese hierzulande nicht so üblichen Größen zu finden. Entscheiden Sie sich dann lieber für ein Boxspringbett in einer der weiter unten erklärten Maßvarianten.

Je nach Ausführung sind amerikanische Boxspringbetten übrigens recht wuchtig, zeichnen sich aber durch ihre große Anpassungsfähigkeit bei der Wahl der Unterkästen und der Topper aus. Ein Stauraum in der Unterbox ist optional ebenfalls möglich.

„Balina“ Boxspringbett

Polsterbetten

Sie sind nicht gerade neu, aber ein Klassiker im Schlafzimmer: Polsterbetten sind in der Regel in einer komfortablen Höhe mit bis zu 60 Zentimetern zu haben und damit ideal für ältere Menschen und alle, die sich aus ergonomischen Gründen nur ungern dichter am Boden bewegen.

Polsterbetten verfügen meist über einen großzügigen Bettkasten, der Bettrahmen kann mit Stoff bezogen, gut gepolstert oder aus massivem Holz gefertigt sein.

Massivholzbetten

Betten aus Massivholz variieren stark in der Ausführung, zeichnen sich aber alle durch eine Gemeinsamkeit aus: Spanplatten werden beim Bau nicht verwendet. Stattdessen gilt der Schlaf im Massivholzbett als besonders erholsam, da Holz als natürlicher Werkstoff zur Regulierung der Raumluft beiträgt. Bei der Produktion werden in der Regel natürliche Materialien eingesetzt, die Holzoberfläche lediglich geölt statt mit Chemikalien behandelt. 

Besonders in Schlafzimmern mit einem natürlichen Stil sind Massivholzbetten mit einem passend ausgewählten Lattenrost das Highlight im Raum! Die Formenvielfalt hat gerade im Bereich der Massivholzbetten deutlich zugenommen, es gibt nun

  • Luftige Bettrahmen mit filigranen Bettfüßen 
  • Massivholzbetten mit und ohne Kopf- sowie Fußteilen
  • Bettrahmen mit integrierten, vielfältigen Staufächern und Schubladensystemen oder einfachen Bettkästen
  • Multiholzbetten mit unterschiedlichen Holzarten, Maserungen und Holzfarben im Stilmix

Futons und Europaletten-Betten

Die europäischen Varianten des asiatischen Futons sind vor allem bei Minimalisten sehr beliebt. Klassische Futons werden hingegen auf den Boden ausgelegt, ohne Lattenrost oder Bettenrahmen zu benötigen. Seine optimale Form behält ein solcher Futon allerdings nur, wenn er regelmäßig gerollt und gewendet wird. Das ist auch für eine optimale Belüftung nötig, um Schimmelbildung zu verhindern. Europäische Futons sind oft dicker und werden in der Regel nicht täglich gewendet.

Ganz im Sinne der japanischen Tradition sind klassische Futons echte Raumwunder: Tagsüber aufgerollt im Schrank verstaut, ließe sich der Schlafraum auch anderweitig nutzen. Vor allem in sehr kleinen Wohnungen kann sich ein solcer Futon durchaus lohnen!

Beliebt ist auch die eigenhändige Konstruktion von Bettgestellen aus Euro-Paletten, auf denen die blanke Matratze abgelegt wird. Was stylisch aussieht, kann schnell aufs Kreuz gehen: Immerhin fehlt auch hier in aller Regel ein fester Lattenrost. Und der hat schon so seinen Grund…

Recycelte, also benutzte Europaletten sind zudem oft vorbelastet mit allerhand Substanzen, die das Holz im normalen Warentransport widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit machen. Diese chemischen Rückstände haben im Schlafzimmer allerdings nichts verloren!

„Balve“ Boxspringbett

Die beste Größe für das neue Bett finden

Die hierzulande üblichen Bettgrößen und ihre Namen:

  • Kinderbett: 60 x 120 cm ist der kleinste Vertreter in dieser Kategorie. Die nächsten Stufen sind in der Regel: 70 x 140 cm, 70 x 160 cm, 90 x 160 cm.
  • Einzelbett: Sie reichen in der Regel von 90 x 190 cm bis 120 x 200 cm mit zahlreichen Zwischenabstufungen und auch Sondergrößen.
  • Doppelbett: Sie starten bei 140 x 200 cm und reichen bis 200 x 220 cm. Übliche Abstufungen für die Breite: 140, 160, 180 und 200 cm. Abstufungen bei der Länge: 190, 200, 210 und 220 cm.

Da haben Sie nun also die Qual der Wahl. Um Ihnen dabei ein wenig zu helfen, gibt es zwei Faustregeln:

  • Die Formel für die optimale Bettlänge lautet: Körpergröße plus 20 Zentimeter. Das gibt ausreichend Platz für Kopf und Füße im neuen Bett.
  • Die Mindestbreite sollte für eine Person 90 bis 100 cm betragen, für Paare mindestens 160 bis 180 cm. Für Familienbettschläfer sind 200 cm als Mindestbreite komfortabel.

Soweit die Idealmaße. Allerdings sollten Sie sich auch fragen: Passt das Bett in seiner Konstruktion zum Rest des Schlafraums – und passt es so hinein, dass Sie sich trotzdem problemlos im Raum bewegen können? Nicht allein die Qualität des Bettes entscheidet, sondern auch seine Wirkung im Raum!

Deshalb sollte vor dem Kauf eines Bettes das Schlafzimmer genau ausgemessen und geschaut werden, wo das Bett im Raum am besten platziert werden kann. Dafür sollten Sie bereits grob entschieden haben, ob es ein Einzelbett wird oder ob es ein Doppelbett sein soll. Ist das geklärt, sollten Sie den zukünftigen Standort Ihres Schlafgemachs sorgfältig und genau ausmessen. Die Betonung liegt auf genau, vor allem wenn nur wenig Platz vorhanden ist. Bedenken Sie auch, dass Sie eventuell noch Nachtschränke oder -tische unterbringen möchten.

Tipp: Auf getrennten Rahmen schläft es sich zu zweit deutlich besser. Deshalb sollten Paare und Familien eher auf voneinander abgekoppelte Bettrahmen setzen.

Fazit

Wie Sie sehen, haben die Möbelhersteller hier einiges für Sie in petto. Die Materialien und Formen haben jeweils ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und am Ende spielt hier natürlich Ihr persönlicher Geschmack ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn es um die Größe des neuen Bettes geht, müssen Sie eventuell einen Kompromiss finden, damit Ihr Schlafzimmer nicht sofort voll ist, sobald das gute Stück angeliefert wird… Haben Sie einen großzügig geschnittenen Raum zur Verfügung, können Sie sich hier natürlich voll ausleben. Immer verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen.

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