https://wohnparc.de/app/uploads/2019/04/Bauknecht_Einbaugeschirrspueler_1.jpg

So finden Sie den besten Geschirrspüler für sich

Geschirrspüler werden in Deutschland zur Grundausstattung. Während noch 1998 nur knapp 45% aller Haushalte einen besaßen, waren es 2018 bereits gut 72%. Und dafür gibt es auch gute Gründe. Eine Geschirrspülmaschine ist natürlich bequem. Sie spart darüber hinaus Energie und Wasser. Und der Spülvorgang ist nicht zuletzt hygienischer, da er höhere Temperaturen erreicht.

Über die Jahre haben sich die Geräte stark weiterentwickelt. Die Hersteller wollen die Spülergebnisse verbessern und idealerweise zugleich den Verbrauch verringern. Außerdem sind viele Modelle heute flüsterleise und können mit vielen smarten Funktionen und Extras aufwarten.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie den idealen Geschirrspüler für sich finden.

Platz und Größe

Wie bei anderen Küchengroßgeräten gilt auch hier: Es gibt neben den Standardvarianten auch solche für kleine Küchen oder Haushalte mit weniger Abwäsche. Kompakte Spülmaschinen bieten dabei natürlich zugleich weniger Raum für besonders sperrige Gegenstände wie die Töpfe und Pfannen. Bei einer sinnvollen und flexiblen Aufteilung im Innern können sie aber trotzdem erstaunlich viel in einem Rutsch säubern!

Faustregel: Ein Geschirrspüler mit 45 cm Breite ist für Haushalte mit ein bis zwei Personen gedacht. Die Standardbreite von 60 cm ist entsprechend für größere Haushalte ideal.

Liegen die Bedienelemente innen, kann sich ein Geschirrspüler sozusagen unsichtbar machen... (Foto: Miele)

Einbau oder freistehend

Ähnlich wie bei einem Herd haben Sie auch hier die Wahl, ob sich das Gerät direkt und nahtlos in die Küche integrieren soll oder nicht. Wenn Sie sich für ein freistehendes Modell entscheiden, fügt sich das zwar nicht ganz so elegant ein, dafür lässt es sich schneller und einfacher austauschen. Und wenn Sie möchten, können Sie einen freistehenden Spüler auch andernorts im Haus oder in der Wohnung aufstellen.

Bei den Einbau- oder Unterbaugeräten gibt es noch verschiedene Varianten. Wer will, kann den Geschirrspüler dabei optisch komplett verschwinden lassen: Die Bedienelemente finden sich dann oben im Innern der Tür, die wiederum genauso aussieht wie jede andere Tür. Als Kompromiss gibt es Modelle, die die Front der Einbauküche übernehmen, bei denen die Tasten, Knöpfe und sonstigen Regler aber trotzdem im oberen Bereich zu sehen sind. Und im einfachsten Fall hat man eben eine Geschirrspülertür an einer Stelle der Küchenfront. Das sind dann Unterbaugeräte, die ohne eine obere Deckplatte kommen, denn diese Funktion soll ja bspw. die Arbeitsplatte übernehmen. Man spricht in all diesen Fällen oftmals von „integrierbaren“ Spülern. Manchmal wird von „teilintegrierbaren“ Spülmaschinen gesprochen, wenn sie sich nicht komplett unsichtbar machen.

Welche Einbauform Sie hier wählen, hängt vom eigenen Geschmack ab. Ohne Bedienfeld an der Front sieht es zum Beispiel minimalistisch aus, dafür wird nicht jeder mögen, dass für die Anzeigen und Knöpfe die Tür öffnen muss. 

Effizienzklassen

Wahrscheinlich haben Sie das Effizienzsiegel (auch „EU-Energielabel“ genannt) schon häufiger gesehen. Bei Geschirrspüler werden damit einerseits der Strom- und Wasserverbrauch als auch die Trocknung beurteilt. Für den Verbrauch reicht die Skala von D (schlecht) über A (gut) bis hin zu A+++ (spitze). Ein Spüler mit der Auszeichen A+++ ist also der sparsamste. Beim Siegel für die Trocknung reicht die Skala von G (schlecht) bis A (spitze).

Dieses Siegel soll Ihnen auf die Schnelle anzeigen, wie effizient das Gerät ist. Bedenken sollten Sie, dass die Hersteller hier natürlich die bestmöglichen Werte angeben: Der Strom- und Wasserverbrauch bezieht sich dann bspw. oftmals auf ein Sparprogramm („Eco“ etc.). Das ist aber nicht zwingend das Programm, das Sie am Ende auch nutzen werden.

Genauere Informationen finden Sie in den technischen Daten und der Anleitung. Wenn Sie es vor dem Kauf ganz genau wissen wollen, sollten Sie auf jeden Fall direkt danach fragen.

Nützlich zum Wassersparen ist auch ein Programm für eine nur teilweise Befüllung des Spülers. Manche Geräte erkennen auch selbstständig, wie viel Geschirr gewaschen werden soll und wie verschmutzt es ist.

Achten Sie auch auf die Auswahl an Programmen. Neben dem oben schon erwähnten Eco-Mode gibt es oftmals auch Varianten für besonders empfindliches oder besonders stark verschmutztes Geschirr. 

Moderne Geschirrspüler nutzen den Innenraum clever aus und sind sehr flexibel. (Foto: Siemens)

Innenausstattung

Praktisch jede Spülmaschine hat einen Oberkorb und einen Unterkorb. Der untere Bereich ist in der Regel für die großen, schweren Gegenstände gedacht. Wie diese Körbe gestaltet und aufgeteilt sind, unterscheidet sich durchaus. Hier sollten Sie im Hinterkopf haben, wie viel und welche Art von Geschirr Sie vor allem waschen lassen wollen. 

Praktisch kann es sein, wenn sich die Höhe des Oberkorbs anpassen lässt. Dadurch können Sie die zu waschenden Gegenstände eventuell besser verteilen.

Ein für manche nützliches Extra ist eine Besteckschublade noch über dem Oberkorb. Die lässt sich statt des Besteckkorbs unten nutzen, wodurch Sie dort Platz gewinnen. 

Damit man Geschirrspüler besser vergleichen kann, wurde das „Maßgedeck“ erdacht, das auch „Standardgedeck“ genannt wird. Hersteller geben nun an, wie viele davon in ihre Maschinen passen. Wenn Sie genauer wissen wollen, was sich dahinter verbirgt, finden Sie hier weitere Informationen zum Maßgedeck.

Schlusswort

Bevor Sie sich auf die Suche machen nach der perfekten Geschirrspülmaschine, machen Sie sich klar, wie Sie das Gerät nutzen werden. Je nach Haushaltsgröße und Art der zu waschenden Gegenstände kommen andere Modelle in Frage.

Und wenn Sie sich einen eigenen Eindruck machen wollen, kommen Sie gern in unserer Ausstellung vorbei!