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Stressfrei(er) ins neue Zuhause: Tipps zu Umzug, Einrichtung und Renovierung

Wenn Sie in ein neues Zuhause ziehen, ist das eine sehr aufregende Sache – und das in mehrfacher Hinsicht. Schließlich gibt es viel zu tun und das lange vor dem eigentlichen Umzugstag. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einige Tipps auf den Weg geben, wie das alles etwas stressfreier abläuft. Dabei geht es um den eigentlichen Umzug, aber auch um die Renovierung des neuen Zuhauses und die Einrichtungsplanung.

Ihre Umzugskartons sind hoffentlich beschriftet... (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Wie der Umzug besser gelingt

  • Fangen Sie so früh wie möglich mit der Planung an. Vor allem wenn das Ihr erstes eigenes Zuhause ist oder Ihr erster größerer Umzug, verschätzen Sie sich leicht, wie viel zu tun ist. Außerdem haben Sie dann mehr Zeit, passende Angebote zu finden, Anbieter auszusuchen und das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Wer erst auf den letzten Drücker plant, muss sich mit dem zufrieden geben, was noch zu haben ist. Das gilt für Umzugswagen und Umzugshelfer ebenso wie für Farben und andere Hilfsmittel. Auch Ihre Anbieter und Tarife für Internet, Strom, Gas, Wasser wollen Sie sich in Ruhe aussuchen.
  • Kündigen Sie bestehende Verträge rechtzeitig. Hier lauert eine weitere Kostenfalle und es entstehen Ihnen vielleicht doppelte und somit unnötige Ausgaben. Im besten Fall können Sie entweder Ihren bisherigen Anbieter behalten oder aber nahtlos vom alten zum neuen wechseln.
  • Flexibilität beim Umzugstermin spart Geld. Die meisten Umzüge finden zum Monatswechsel am Wochenende statt. Wenn Sie hier mehr Spielraum haben, können Sie ein günstiges Angebot bekommen.
  • Umzug zum Ausmisten nutzen. Das hat zwei große Vorteile: Zum einen reduzieren Sie die Zahl der Dinge, die sie verpacken, transportieren, auspacken und sortieren müssen. Zum anderen können Sie sich hier ein paar Taler dazuverdienen, die dann wiederum in die Umzugskasse gehen. Was sich nicht verkaufen lässt, geht in den Sperrmüll, der aber oft erst bestellt werden muss. Andere Gegenstände müssen eventuell zu einer spezialisierten Recyclingstation gebracht werden. Alles das sind Punkte, die schnell zu viel werden, wenn Sie nicht rechtzeitig im Voraus planen. Denn alle diese Dinge kosten Zeit.
  • Umzugsfirma beauftragen oder nicht? Wer schon einmal Profis für den Umzug bezahlt hat, der weiß: Wo Laien schwitzen, fluchen und manchmal verzweifeln, sind die dank passender Erfahrung und Hilfsmittel oft in Windeseile fertig. Wie passt das Sofa durch die Tür? Wie bekommt man die Waschmaschine unfallfrei in den Laster? Und passt das am Ende überhaupt alles rein? Klar ist natürlich auch: Wer es mit Freunden und Familie machen kann, spart Geld. Und am Ende des Tages kann es sogar Spaß machen.
  • Kartons richtig beschriften. Vermerken Sie nicht nur den Inhalt, sondern auch in welchen Raum der Karton im neuen Zuhause gehört. Das wird am Umzugstag den Helfern die Arbeit enorm erleichtern. Wer viele Kartons hat, kann sie außerdem nummerieren und in einem Dokument die jeweiligen Inhalte stichwortartig festhalten. Denn in welchem „Geschirr/Küche“-Karton die Frühstücksschalen nun eigentlich waren, werden Sie sehr wahrscheinlich nicht mehr wissen. Diese Nummern sollten dann nicht nur auf der Oberseite vermerkt werden, weil die Karton sicherlich auch übereinander stehen werden.
  • Packen Sie einen letzten Karton mit allem, was Sie sofort wieder benötigen. Dazu zählen Kleidung zum Wechseln, Bad-Utensilien, eventuell auch Tassen und Teller. Bedenken Sie: Am Anfang wird im neuen Zuhause nichts an seinem Platz sein. Und direkt nach dem Umzug sind Sie erst einmal erschöpft. Da wollen Sie nicht auch noch nach jeder Kleinigkeit suchen. Insofern: Packen Sie alles für die ersten 24 Stunden so, dass Sie es sofort griffbereit haben.
  • Umzugskosten von der Steuer absetzen. Sofern Sie wegen Ihres Berufs umziehen, sollten Sie fleißig Rechnungen und Bons sammeln: Maklergebühren, Übernachtungskosten, Umzugsfirma usw. sind dann eventuell steuerlich absetzbar. Auch ein Umzug aus privaten Gründen kann unter Umständen als „außergewöhnliche Belastung“ eingereicht werden. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater.
Idealerweise haben Sie schon vor dem eigentlichen Umzug Zeit, das neue Zuhause zu renovieren. Es hinterher Schritt für Schritt umzusetzen, hat allerdings durchaus auch seine Vorteile. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Das neue Zuhause einrichten

Wer umzieht, hat die große Chance, einmal reinen Tisch zu machen. Die Gelegenheit ist günstig, auszumisten und auszusortieren. Insofern ist die erste Frage: Was wollen Sie mitnehmen, was wollen Sie neu kaufen und was brauchen Sie im neuen Zuhause, das Sie bislang noch gar nicht hatten?

Fangen Sie bei alldem mit Ihren Wünschen und Bedürfnissen an. Vielleicht haben Sie noch viele Dinge im Keller stehen, die Sie an sich im neuen Zuhause nutzen könnten. Aber machen die Ihnen wirklich Freude? Klar: Wenn das Budget ausgereizt ist, nutzen Sie das was Sie haben. Keine Frage. Schließlich ist die Einrichtung nicht in Stein gemeißelt, sondern lässt sich auch später noch ändern. Es fällt nur allgemein leichter, einen Neuanfang mit einem Umzug zu verbinden.

Schauen Sie hier auch, wie Sie Ihr bisheriges Zuhause genutzt haben. Was Sie daran besonders mochten und was nicht. Was Ihnen gefehlt hat. Es ist immer wichtig, an Ihre eigenen Stil zu denken und sich nicht von einem Einrichtungsstil diktieren zu lassen. Ihr Zuhause soll schließlich Ihre Persönlichkeit widerspiegeln.

Wir haben dazu in einem eigenen Artikel noch viele weitere Tipps zusammengefasst. Lesen Sie: „Das 1×1 des Einrichtens“.

Entspannter Renovieren

Wer in ein brandneues Haus oder eine brandneue Wohnung einzieht, kann diesen Punkt überspringen. Viele werden allerdings in ein neues Zuhause umziehen, das nicht perfekt und makellos ist. 

Die erste Frage, die sich dann stellt: Will man alles in einem Rutsch erledigen (und das vielleicht sogar noch vor dem Umzug) oder Stück für Stück? Alle Renovierungspläne auf einmal umzusetzen hat natürlich verschiedene Vorteile:

  • Sie können Geld sparen, wenn Sie Handwerker nur einmal bestellen müssen.
  • Am Ende ist eher alles aus einem Guss.
  • Augen zu und durch: Die Renovierung zieht sich nicht über Wochen, Monate (oder gar Jahre) hin, sondern ist nach einem Sprint erledigt.

Aber das ist eben manchmal nicht möglich – zum Beispiel weil die Zeit fehlt oder auch das Geld. Dann geht man es Schritt für Schritt an. Und auch das muss nicht schlecht sein:

  • So kann kann man sich mal eine Renovierungspause gönnen, wenn einem danach ist.
  • Das Ganze geht auch, während man schon umgezogen ist.
  • Und sehr wahrscheinlich lernt man auch noch Raum für Raum etwas hinzu.

Gerade bei Altbauten wird hier die Frage dazugehören: Wie viele Steckdosen brauchen Sie eigentlich? Klare Antwort: Ja. Oder etwas ernster geantwortet: Wahrscheinlich deutlich mehr als Sie jetzt spontan denken.

Gehen Sie einfach mal durch, wie viele Geräte Sie allein im Wohnzimmer haben. Dazu zählen auch alle Lampen! Außerdem benötigen Sie Steckdosen zum Laden von Smartphone, Tablet und Laptop. Vergessen Sie darüber hinaus nicht, dass Sie fürs Saubermachen einen Staubsauger anschließen wollen.

Eine Faustregel lautet: Zählen Sie das alles und installieren Sie dann doppelt so viele Steckdosen. Damit sollten Sie einige Jahre hinkommen.

Wenn Sie Handwerker als Hilfe dazuholen, sollten Sie auf einige Punkte achten:

  • Vermeiden Sie es, verschiedene Handwerksbetriebe gleichzeitig und auch noch unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen. Geht dann etwas schief, wird der Schwarze Peter gern hin- und hergeschoben.
  • Sie können durchaus darauf bestehen, dass Böden und Möbel gegen Verschmutzungen geschützt werden. Wenn die Arbeiten viel Staub entwickeln, sollten Bereiche mit Folie abgeklebt werden.
  • Dass der Arbeitsort „besenrein“ hinterlassen wird, ist zwar nicht vorgeschrieben, gehört aber sich zum guten Ton. Auch der Müll wird in der Regel entsorgt. Erwarten Sie aber keine geleckten Räume: Weder gehört es dazu, abzustauben noch die Böden zu wischen. Besenrein bedeuten eben genau das: Am Ende einmal durchfegen, um die gröbsten Verschmutzungen zu entfernen.

Ziehen Sie in eine Wohnung, wollen Sie sicherlich Ihre neuen Nachbarn vorwarnen, dass es durch die Renovierung etwas lauter werden kann. Achten Sie dabei auf die normalen Ruhezeiten.

Und ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie sich Fliesen aussuchen, die Wandfarbe oder auch Materialien für den Fußboden, wird Ihr Lieblingsmaterial nicht selten auch die teuerste Option sein. Bedenken Sie hier, dass Sie mit Ihrer Wahl über die nächsten Jahre leben wollen. Insofern: Wenn das Budget knapp wird, versuchen Sie zuerst an anderer Stelle zu sparen, zum Beispiel indem Sie doch einige Arbeiten selbst übernehmen.

Lassen Sie sich Zeit mit den Vorbereitungen und denken Sie immer zuerst an Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Sie wollen schließlich nicht einem Katalogfoto wohnen. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Schlusswort

Generell gilt bei allen hier genannten Punkten: Je mehr Zeit Sie sich für die Vorbereitung lassen, desto zufriedener werden Sie am Ende wahrscheinlich sein. Und auch der Stresslevel sollte deutlich niedriger sein.

Setzen Sie sich außerdem nicht zu sehr unter Druck: Natürlich ist ein Umzug eine tolle Gelegenheit, einmal viele Dinge grundsätzlich zu überdenken. Sie haben hier die beste Chance, mit einem neuen Einrichtungsstil, einem neuen Farbkonzept und tollen Beleuchtungsideen Ihr perfektes Zuhause zu erschaffen. Aber am Ende gilt ebenso: Sie werden auch später noch Wände in neuen Farben streichen können, ein neues Sofa anschaffen oder die Wanddeko ändern.