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Wo kann ich bei meiner neuen Küche sparen (und wo lieber nicht)?

Die gute Nachricht vorweg, wenn Ihr Budget mit Ihrer idealen Traumküche kollidiert: Es gibt eine ganze Reihe guter Möglichkeiten, Geld zu sparen. An manchen Stellen ist das sinnvoller als an anderen.

Bedenken Sie bei alldem, dass Sie Ihre neue Küche viele Jahre nutzen werden. Gehen Sie von mindestens 10 Jahren aus, 20 bis 25 sind ebenfalls durchaus realistisch. Denn eine hochwertige Küche können Sie in Zukunft teilrenovieren, um sie wieder aufzufrischen. Vergleichen Sie das einmal mit den Kosten für Ihr Auto und dessen wahrscheinlicher Lebenszeit.

Dann schauen wir uns jetzt einmal genauer an, wo Sie Geld sparen könnten und worauf Sie Ihr Budget konzentrieren sollten:

Während Sie bei der Form der Küche und den Materialien einigen Spielraum haben, sollten Sie bei den Elektrogeräten eher nicht sparen. (Foto: Ialicante, Unsplash)

Größe

Natürlich spielt die Größe der Küche eine wesentlich Rolle. Eine U-Form hat mehr Schränke und Oberflächen als eine L-Form im selben Raum. Hohe Schränke sind teurer als kleinere. Pro Schrank mag der Preis nicht so hoch erscheinen, aber es summiert sich am Ende eben doch. Das gilt auch für Details wie die Handgriffe: Kostet Ihr Traummodell hier doppelt so viel wie die Standardvariante, multipliziert sich das bei einer großen Küche sehr schnell.

Ein Gedanke dazu: Muss tatsächlich der gesamte Raum durch die Einbauküche gestaltet werden? Oder können Sie das alternativ mit freistehenden Schränken kombinieren, die Sie separat erwerben?

Alt & neu

Falls Sie bereits eine Küche haben, die durch die neue ersetzt werden soll: Muss wirklich alles raus? Oder können Sie einige vorhandene Elemente und Möbelstücke weiterverwenden? 

Denken Sie auf jeden Fall darüber nach, die alte Küche und ihre Bestandteile zu verkaufen anstatt einfach zu entsorgen. Auf diese Weise können Sie Ihr Budget vielleicht noch um die eine oder andere Kleinigkeit erweitern.

Oberflächen und Materialien

Natürlich gibt es gute Argumente für oder gegen bestimmte Materialien, gerade wenn es um die Arbeitsplatten geht. Andererseits ist es oftmals eine Frage des eigenen Geschmacks und da müssen Sie dann überlegen, wie viel Ihnen das wert ist. Bedenken Sie: Für das Geld einer teuren Arbeitsplatte bekommen Sie eventuell Schränke und Schubladen mit vielen praktischen Details oder Sie können sich Elektrogeräte leisten, die länger halten und sparsamer sind.

Weiterer Tipp: Sie können auch auf unterschiedliche Materialien und Oberflächen setzen. Eventuell investieren sie in eine besonders schicke Kücheninsel und setzen an anderer Stelle auf preisgünstigere Lösungen. Und es ist generell eine gute Idee, das Material für die Arbeitsplatte gut auszusuchen und stattdessen z.B. bei den Wänden und Wandkacheln weniger auszugeben. Oder Sie wählen unterschiedlich für die Türen und den Innenteil der Schränke.

Eine hochwertige Küche lässt sich meist gut teilrenovieren und spart so Geld gegenüber einen Neuanschaffung. (Foto: Naomi Hebert, Unsplash)

Leuchten

Zwar ist es wichtig, dass Ihre Küche gut ausgeleuchtet ist, damit das Kochen Spaß macht. Aber wenn Sie sich anfangs für günstigere, simplere Lampen entscheiden, lassen sie sich oftmals später leicht austauschen. Insofern ist das eine gute Gelegenheit, um (erst einmal) zu sparen.

Individuelle Anpassungen

Es ist zwar einerseits schön, wenn die neue Küche jeden Winkel des Raumes ausnutzt. Andererseits können diese Anpassungen große Kostentreiber sein. Schauen Sie einmal, was Sie dadurch gewinnen. Wenn Sie nur einen relativ kleinen Raum zur Verfügung haben, wird es sich für Sie lohnen, jeden Kubikzentimeter zu nutzen. Haben Sie hingegen viel Platz, ist das eventuell ein Punkt für Einsparungen.

Anschlüsse

Es spart Ihnen auf jeden Fall Geld, wenn Sie damit leben können, wo Ihre Strom-, Wasser- und Gasanschlüsse in der Küche jetzt sind. Vielleicht hätten Sie die entsprechenden Geräte lieber an anderen Punkten. Aber diese Änderungen können sehr teuer werden.

Weitere Möglichkeiten

Sie können auch schauen, ob es eventuell Ausstellungsstücke gibt oder Küchen vom letzten Modelljahr, die zu Ihren Plänen passen. Dadurch lässt sich bisweilen viel Geld sparen.

Bei großen Küchen können auch scheinbare Kleinigkeiten wie die Griffe der Schränke in Summe einen spürbaren Unterschied machen. (Foto: Jose Soriano, Unsplash)

Und wo lieber nicht sparen?

Elektrogeräte sollen lange halten und sparsam sein. Das kostet meistens extra. Schauen Sie hier aber, welche Funktionen Sie wirklich brauchen. Manchmal sind es auch hier Oberflächen wie beispielsweise Edelstahl, die extra kosten.

Schränke und Schubladen mit praktischen Details sind ebenfalls etwas, wo Sie eher nicht sparen sollten. Denn die können Ihr Leben über viele Jahre erleichtern und das werden Sie zu schätzen wissen. Hochwertige Scharniere und Schubladenführungen sind ebenfalls ihr Geld wert. Dann werden Sie in einigen Jahren vielleicht einfach die Fronten Ihrer Küche austauschen, um ihr einen neuen, frischen Look zu geben.

Und dann gibt es Dinge wie die Küchenspüle, die sich nur mit großem Aufwand austauschen lassen. Hier ist es besser, sich gleich von Anfang an für das richtige Modell zu entscheiden. Das wäre ansonsten am falschen Ende gespart und Sie werden damit nicht dauerhaft glücklich.

Schlusswort

Lassen Sie sich Zeit und informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile verschiedener Alternativen. Dann bekommen Sie bereits ein Gefühl dafür, was Ihnen wichtig ist und worauf Sie Wert legen.

Sprechen Sie darüber dann  gern direkt mit Ihrem Küchenberater. Er zeigt Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt und wo es sich lohnen kann, sparsam zu sein und wo es eher keine gute Idee ist.