Farbkonzepte: Frühlingsfrisch und Winterkühl mit Pastelltönen

Farbkonzepte: Frühlingsfrisch und Winterkühl mit Pastelltönen

Pastellblau und zartes Rosa, das sind womöglich spontan die ersten Pastelltöne, die Ihnen einfallen. Beide springen einem in der Kinderzimmergestaltung und in nahezu jedem Kinderbekleidungsgeschäft ja auch ins Auge! Das ist ziemlich schade: Pastelltöne sind grandios für Wohnräume, die frisch, luftig, offen oder besonders wohnlich wirken sollen.

Pastelltöne in bunter Vielfalt

Sie haben klangvolle und verlockende Namen: Honig- und Zitronengelb, Lavendel- und Veilchenblau, Salbeigrün, Minze und Rosé. Pastellfarben sind die aufgehellten, zarten kleinen Geschwister der kräftigen Farben, die oft die Wohnungseinrichtung dominieren.

Sie lassen sich ganz unterschiedlich einsetzen:

  • als vollflächige Wandfarbe 
  • als Akzentgeber in weiß gestrichenen Räumen
  • als sanfte Möbelfarben
  • als fein akzentuierte Accessoirefarben

Wer spontan an babyblaue Kinderzimmer und rosarot gehaltene Schlafzimmerträume mit weißen Spitzenkissen denkt, darf sich freuen: Pastell-Farbwelten haben mehr zu bieten. Viel mehr!

Auch in der pastelligen Farbwelt sind bestimmte Farbwirkungen für die Stimmung klar definiert:

  • Rosa wirkt warm, leicht feminin und bietet sich für größere Flächen an
  • Pastellblau und fein abgestufte Grüntöne verschaffen kleinen Zimmern räumliche Weite
  • zartes Sonnengelb holt Wärme und strahlendes Sonnenlicht in Ihre Wohnung
  • pastellige Brauntöne sind beruhigend, erdend und sehr natürlich
  • Lavendel wirkt vor allem im Schlafzimmer sehr entspannend und beruhigend

Tipp: Kombinieren Sie für einen starken harmonisierenden Effekt den Pastellton Ihrer Wahl mit einem kräftigeren Farbton aus der gleichen Farbnuance. Flieder und Lila beispielsweise, oder Altrosé und Rot. Setzen Sie den Vollton allerdings sparsamer ein als die pastellige Farbnuance.

Vier Einrichtungsbeispiele für Pastelltöne
Wie diese vier Beispiele zeigen, lasse sich mit Pastelltöne ganz unterschiedliche Effekte erzielen. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Pastelltöne in unterschiedlichen Räumen

Im Esszimmer führen farbige Wände zu angeregteren Gesprächen. Pudrige, leichte Pastelltöne schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. In Kombination mit hellen Esszimmermöbeln sind dunklere Pastelltöne in Braun, Blau oder Grün stimmig, bei dunkleren Möbeln entsprechend hellere Farbnuancen wie Gelb, Orange oder Rosa.

Beruhigende Lila-, Lavendel- und Fliedertöne werden perfekt im Schlafzimmer eingesetzt. Hierhin ziehen wir uns zurück, um vom Alltag abzuschalten. Je beruhigender und entspannender die Umgebung, desto erholsamer der Schlaf. Sprich: Sanfte Farbnuancen statt kräftiger Volltöne können sich spürbar auf die Erholung auswirken!

In der Küche sind Vintage-Elemente seit Jahren im Trend. Wer keine klar akzentuierte, minimalistisch eingerichteten Küchen mag, ist deshalb mit Pastelltönen gut beraten. Ein zartes Zitronengelb oder sanfte Erdbeereistöne an den Wänden und den Küchenfronten schaffen wunderbar nostalgische Akzente! 

Im durchschnittlich eher kleinen Badezimmer schaffen zarte Pastelltöne mehr Raum und Weite. Blautöne bieten sich natürlich an, aber auch zarte Gelb- und Rottöne wirken belebend im Bad.

Hinweis: So niedlich das zarte Babyblau oder das pudrige Rosa auch sind, so unsichtbar sind diese Wandfarben für Babys. Das Sehvermögen von Neugeborenen entwickelt sich erst im Laufe der Zeit – und kräftigere Farben haben die weit besseren Chancen, erkannt zu werden. Wenn Sie selbst also kein Faible für Blau- und Rosatöne haben, streichen Sie das Kinderzimmer einfach in der Farbe, die Sie selbst am liebsten sehen.

Kombinationen

Pastelltöne, reines Weiß und trendige Grautöne passen optimal zusammen. Außerdem gilt:

  • Kupfer als Akzentelement harmoniert mit Pastellfarben in Mauve- und Taupe-Tönen und lässt sich perfekt mit Vintagemöbeln einsetzen
  • Weiß auf größeren Flächen, weiße Holzmöbel und pastellige Dekorationen unterstreichen den angesagten Skandi- beziehungsweise Warm Nordic Chic
  • Weiche und runde Textilien nehmen den eher kühleren Pastellfarben rund um Blau und Grün den kühlen Hauch und verleihen den Räumen mehr Wärme
  • Pastellfarben kombinieren sich perfekt mit hellen, naturbelassenen Holzmöbeln

Ist ein ganzes Zimmer in Pastellfarben anfangs zu viel? Kein Problem, denn schon als geschickt platzierte Akzente erhellen die leichten pastelligen Töne jeden Raum:

  • als Kissen in sanften Tönen
  • pastellige Vorhänge oder andere Textilien im Raum
  • Lampenschirme, Kerzenständer und Vasen in Pastelltönen abgestimmt auf den vorherrschenden Raumfarbton
  • Bilderrahmen, Poster und Statement-Postkarten etc.

Pastellfarben und die Jahreszeiten

Frische, sanfte Frühlingsfarben sind in der Regel in pastelligen Tönen gehalten – und damit wie gemacht für die Dekoration zu Ostern. Oder? 

Klassische Osterfarben sind helle Grüntöne, sonnige, warm leuchtende Gelbtöne und nahezu alles, was entfernt an Eierschalenfarben erinnert. Braun- und Erdtöne sind die idealen Gegenspieler für harmonische Gestaltungsregeln.

Aber auch der Winter kann mit Pastelltönen dekorativ eingeläutet werden! Vor allem die kühleren Blautöne zusammen mit angesagten leichten Grautönen, kombiniert mit starken Weißtönen – das ergibt ein frostig-frisches Ambiente.

Schlusswort

Im Durchschnitt sind die meisten Wohnungswände immer noch weiß gestrichen und langfristig gekaufte Möbel bleiben bevorzugt in gedeckten Farben. Mit Pastellfarben tasten Sie sich zum einen umsichtig an ganz unterschiedliche Farbwirkungen heran, falls ihre Wände ebenfalls noch strahlend weiß sind. Zum anderen bieten pastellige Farben vielfältige Einsatzmöglichkeiten, um Frische, Wärme und Geborgenheit in Ihr Heim zu bringen.

Artikelserie „Farbkonzepte“

Dieser Beitrag gehört zu einer Serie, die wir laufend erweitern. Bisher erschienen:

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