Kaufberatung Ausziehtische: Das perfekte Modell finden (mit Beispielen)

Kaufberatung Ausziehtische: Das perfekte Modell finden (mit Beispielen)

Wenn der Platz knapp ist, sind ausziehbare Tische eine elegante Lösung. So müssen Sie den knappen Raum nicht für seltene Gäste opfern und haben trotzdem bei Bedarf immer zusätzliche Sitzplätze parat. Diese speziellen Tische gibt es in den verschiedensten Formen, Farben und Varianten. Wir helfen bei der Auswahl.

Die beste Tischform und -größe auswählen

Stimmen Sie die Tischform mit Ihren Raumgegebenheiten ab. Für enge Ecken, schmale Räume oder generell ungünstige Winkel bieten sich schlanke, rechteckige Klapptische an. Ein solches Modell können Sie sogar bündig an der Wand platzieren und der Tisch ist auf diese Weise ein wahres Platzsparwunder.

Ovale oder auch runde Tische wirken hingegen weicher und einladender und sind für ein klassisch-gemütliches Ambiente perfekt geeignet. Um Ihre Wirkung voll zu entfalten, sollten Sie einen solchen Tisch idealerweise freistehend platzieren. Dasselbe gilbt auch für extravagant geformte Tische.

Um die richtige Größe zu finden, sollten Sie außerdem miteinbeziehen, wie Sie den Tisch gern verwenden möchten. Soll der Tisch in einen vollwertigen Essbereich für große Festessen verwandelt werden oder lediglich bei Bedarf ein wenig mehr Abstellfläche zur Verfügung stellen? Während manche Tische nur bescheidene Vergrößerungen bieten, haben andere Modelle umfangreichere Optionen. Dabei gilt: Große Tische bedeuten nicht zwangsläufig eine große erweiterbare Fläche.

Eine Entscheidungshilfe für die perfekte Tischgröße ist die 50-60-70-Regel. Sie gibt an, wieviel Platz pro Person auf einer Seite des Tisches zur Verfügung steht. Dabei gilt:

  • 50 cm sind das absolute Minimum und können schon recht beengt wirken
  • 60 cm sind komfortabel und reichen in vielen Fällen aus
  • 70 cm gilt als großzügig und besonders bequem

Sprich: Wenn Sie vier Personen am Tisch platzieren möchten, sollte er mindestens 100 cm lang sein. 120 cm wären komfortabel und 140 cm optimal.

Den Team 7 „magnum“ Auszugstisch gibt es in drei Breiten und mit zwei unterschiedlich großen Einlegeplatten. (Foto: Hersteller)

Welche Art Auszugtisch gefällt Ihnen?

Je nach Geschmack, verfügbarem Platz sowie Verwendungszweck können Sie zwischen verschiedenen Tischtypen wählen. Ausziehbare Tische oder auch Auszugtische mit Einlegplatten sind beispielsweise bestens geeignet, um viel Platz zu gewinnen. Zudem sind sie eine sehr stabile Variante, die sich nicht nur für große Festessen eignet: Sie lassen sich auch als Arbeits- oder Handwerksplatz verwenden.

Wenn Sie sich für einen Ausziehtisch interessieren, werden Sie feststellen: Es gibt inzwischen zahlreiche Varianten. Nicht jeder Begriff ist in dem Zusammenhang dabei so ganz klar. Hier einige der wichtigsten.

Ausziehtische von A-Z: Was bedeutet …

  • Ansteckplatten: Wenn Ihr Tisch Ansteckplatten hat, ist er technisch gesehen kein Ausziehtisch – aber er erfüllt dieselbe Funktion. Wie der Name schon nahelegt kommt er mit zusätzlichen Platten, die Sie bei Bedarf an den Kopfenden befestigen können. Das passiert beispielsweise über ausfahrbare Schienen, die unter der Tischplatte montiert sind. Oder die die Ansteckplatten finden über Haken einen Halt und können über Magneten oder Schrauben fixiert werden. Diese Art des größenverstellbaren Tisches hat damit keine (oder nur wenige) mechanische Teile. Dafür müssen Sie schauen, wo Sie die Ansteckplatten lagern. Anderer Vorteil, ähnlich zum Kopfkulissen- oder Zargenauszug: Das funktioniert auch dann, wenn der Tisch mit einem Kopfende an einer Wand steht und Sie müssen einen bereits gedeckten Tisch nicht abräumen.
  • Butterfly-Mechanismus: Anstatt loser Einlegeplatten haben Sie hier fix montierte Zusatzplatten, die Sie nach dem Ausziehen der Tischplatte ausklappen. Da das mit ein wenig Phantasie wie ein Schmetterling aussieht, wird das Butterfly genannt. Das ist eine sehr stabile und praktische Variante.
  • Einlegeplatten: Wenn Sie die Tischplatte ausgezogen haben, entsteht logischerweise eine Lücke, die Sie möglichst simpel und nahtlos füllen möchten. Einlegeplatten sind perfekt passende Stücke, die Sie dort platzieren können. Sie finden sich bei manchen Modellen im Tisch selbst. Bei anderen finden Sie einen passenden Lagerplatz dafür. Bisweilen sind sie auch fest montiert und werden über einen Butterfly-Mechanismus ausgeklappt.
  • Gestellauszug: Anderer Name für den Kopfkulissenauszug.
  • Klappeinlagen: Das sind Einlegeplatten, die fest montiert sind und sich über einen Mechanismus ausklappen lassen (Beispiel: Butterfly-Mechanismus).
  • Klapptisch: Ebenso wie ein Tisch mit Ansteckplatten ist dies streng technisch gesehen kein Ausziehtisch. Aber auch ein Klapptisch erfüllt dieselbe Funktion. Meist finden Sie hier klappbare Erweiterungen für die Tischplatte an den Kopfenden, bisweilen auch an den langen Seiten. Klapptische sind einfach zu nutzen, aber der zusätzlich ausgeklappte Teil der Tischplatte ist in der Regel nicht so stabil wie der Rest. Sie werden in unserem Angebot daher meist Ausziehtische mit Einlegeplatten sowie Butterfly-Mechanismus finden.
  • Kopfkulissenauszug: Hier ziehen Sie nicht die Tischplatte auseinander, um dann zusätzlichen Platz in der Mitte zu schaffen. Stattdessen ziehen Sie das Gestell mitsamt der Tischbeine an einem Ende aus. In der Regel finden Sie dann ausklappbare Erweiterungsplatten im Innern. Vorteil: Der Tisch kann bei dieser Mechanik auch mit einem Ende an der Wand stehen und muss zum Ausziehen nicht bewegt werden. Zudem kann der Tisch bereits gedeckt sein: Sie müssen ihn zum Ausziehen nicht erst leerräumen. Nachteil: Beim Ausziehen können die Tischbeine den Fußboden verkratzen. Nutzen Sie hier z.B. Filzgleiter.
  • Kulissenauszug: Das ist wahrscheinlich die bekannteste Variante. Hier ziehen Sie den Tisch an den beiden Enden auseinander. Den dadurch in der Mitte entstehenden Platz füllen Sie in der Regel mit Einlegeplatten. Die finden sich entweder im Tisch selbst. Damit sind sie immer zur Hand und haben von Anfang an einen Platz. Oder Sie lagern sie separat. Nachteil dieser Variante: Haben Sie den Tisch bereits gedeckt, müssen Sie ihn erst leerräumen. Steht der Tisch zudem mit einem Ende an der Wand, müssen Sie ihn zunächst versetzen.
  • Mittelauszug: Damit sind alle Ausziehtische gemeint, bei denen die zusätzliche Tischfläche in der Mitte entsteht. Das kann beispielsweise über einen Kulissenauszug oder einen Synchronauszug geschehen.
  • Synchronauszug: Das ist eine komfortablere Variante des Kulissenauszugs, denn hier müssen Sie nur an einem Ende ziehen. Während Sie das tun, wird die andere Seite ebenfalls bewegt – also synchron zueinander. Ebenso wie beim Kulissenauszug füllen Sie den Platz in der Mitte mit Einlegeplatten oder Sie finden hier beispielsweise einen Butterfly-Mechanismus. Es gelten hier dieselben Nachteile wie beim Kulissenauszug.
  • Zargenauszug: Als „Zarge“ bezeichnen Tischler die Seitenteile eines Tisches. Der Zargenauszug sieht daher ein wenig wie eine Schublade aus, die man aus einem Kopfende (oder beiden) herausziehen kann. Darin finden Sie dann die Einlegeplatten, oftmals auch fest montiert und ausklappbar (siehe Butterfly-Mechanismus). Vorteil: Wie beim Kopfkulissenauszug (Gestellauszug) funktioniert das auch dann, wenn ein Kopfende des Tisches an der Wand steht. Zudem müssen Sie einen bereits gedeckten Tisch dafür nicht abräumen. Im Gegensatz zum Kopfkulissenauszug werden die Beine hier nicht bewegt, was je nach Einsatzort und -art praktischer sein kann.

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, welche Auszugtechnik für Sie am besten funktioniert. Wenn der Tisch frei im Raum steht, funktioniert ein Synchronauszug beispielsweise ganz wunderbar. Steht er mit einem Kopfende an der Wand, ist eventuell ein Kopfkulissenauszug besser geeignet.

Schauen Sie auch, welche Optik Ihnen am besten gefällt. Bei manchen Tischen sieht man kaum, dass er erweitert wurde. Andere wiederum betonen dieses Element sogar über unterschiedliche Farben oder Oberflächen. Bei einem Holztisch werden Sie zwangsläufig Unterschiede sehen, denn bei einem natürlichen Material wie Holz ist jedes Stück ein Unikat.

Beispiele für ausziehbare Tische

Der Trendstore „Multi“ Esstisch wechselt von rund zu oval – und zurück. (Fotos: Hersteller)

Der Trendstore „Multi“ Esstisch ist entweder rund und kompakt oder er wird im Handumdrehen zur ovalen Tafel – dank gut versteckter, integrierter Erweiterungsplatten. Ihn gibt es in zwei Größen: 110-150 Zentimeter, sowie 130-170 Zentimeter.

Der Trendstore „Hiskia“ Ausziehtisch wechselt nicht nur die Größe, sondern gleich noch seinen Look. (Fotos: Hersteller)

Der Trendstore „Hiskia“ Esstisch mit Ausziehfunktion versucht gar nicht erst, die Einlage in der Mitte zu kaschieren – ganz im Gegenteil! Während die Standard-Tischplatte aus Glas auf einer Holzwerkstoff-Platte im dunklen Steinlook aufliegt, ist die Einlage wie die Unterseite des Tisches hochglänzend Weiß. Ein starker und spannender Kontrast. Der Tisch hat einen Synchronauszug und die Einlegeplatten sind mit einem Butterfly-Mechanismus ausgestattet.

Der Trendstore „Merrit“ Ausziehtisch ist ein gutes Beispiel für den oben erklärten Butterfly-Mechanismus. (Fotos: Hersteller)

Der schneeweiße Trendstore „Merrit“ Ausziehtisch ist allein schon mit seinem Säulenfuß und der Bodenplatte aus gebürstetem Edelstahl ein eleganter Hingucker. Aber er ist auch praktisch: Ziehen Sie ihn auseinander, können Sie ihn dank Mittelauszug um 40 Zentimeter Breite erweitern.

Der Trendstore „Myles“ Ausziehtisch ist ein gutes Beispiel für einen besonders praktisch umgesetzten Synchronauszug: Sie ziehen an einem Ende und auch das andere Ende vergrößert sich. Damit aber nicht genug: Die Einlegeplatte in der Mitte kommt aus dem Tisch heraus und bringt sich automatisch in Position. Sie schieben Ihr Ende wieder etwas zusammen – fertig. Umgekehrt geht es genauso einfach. Siehe Video oben!

Der Raum.Freunde „Edvin“ Auszugstisch hat einen Kopfkulissenauszug mit Einlegeplatten in Butterfly-Mechanik. (Fotos: Hersteller)

Der Raum.Freunde „Edvin“ Auszugtisch ist dank schöner Materialien (Massivholzplatte) und einer interessanten, abgerundeten Form etwas Besonders. Über einen Kopfkulissenauszug können Sie ihn einfach erweitern: Die Einlegeplatten in Butterfly-Mechanik um einen ganzen Meter erweitern!

Das richtige Design und Material finden

Bei der Wahl des richtigen Tischdesigns gelten dieselben Regeln wie bei anderen Tischen auch. Da ein ausziehbarer Esstisch aber eventuell in einem eher kleinen Raum zu finden ist, gibt es ein paar Punkte extra zu bedenken:

  • Besonders bei kleinen Räumen sollten Sie einerseits das generelle Wohnungsambiente bei der Auswahl des Tisches miteinbeziehen, andererseits sollte das Augenmerk aber auch auf dem Dekorstil des Tisches liegen.
  • Ist der Tisch eines wenn nicht sogar das Hauptelement, kann er schnell das Erscheinungsbild des Raumes bestimmen. So kann er Ihrem Essbereich ein eher luftiges oder schweres Aussehen verleihen.
  • Das gewählte Material sowie die Farbe tun ihr Übriges: Dunkle Farben wirken allgemein schwerer und massiver als helle Farben. Haben Sie einen ansonsten hell, luftig und minimalistischen Raum, kann ein massiver und dunkler Tisch natürlich ein interessanter Kontrast sein. Beachten Sie bei der Auswahl so oder so die Gesamtwirkung des Raumes.

Wenn es um die Materialien für den Tisch und vor allem die Tischplatte geht, haben Sie ebenfalls eine große Auswahl. Lesen Sie dazu zum Beispiel unseren großen Esstisch-Ratgeber!

Schlusswort

Durch ihre Wandelbarkeit sind Ausziehtische ein beliebtes Möbelstück. Ausgangspunkt für Ihre Entscheidung sind bei der Entscheidung für das perfekte Modell Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse: Wie häufig werden Sie die Erweiterungsfunktion nutzen? Wie viel Extraplatz benötigen Sie? Wie stabil sollte der erweiterte Tisch unbedingt sein? Wie und wo ist der Tisch aufgestellt?

Testen Sie dabei idealerweise selbst, wie gut Sie mit dem Ausziehmechanismus des Tisches zurechtkommen!

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