Farbkonzepte: So wirkt Schwarz edel und puristisch

Farbkonzepte: So wirkt Schwarz edel und puristisch

Schwarz ist die unbunte Farbe, die sich in so gut wie jeder Wohnung findet. Denn irgendwo versteckt sich immer ein dunkles Element. Als eigenständige Farbe wird sie hingegen sehr sparsam eingesetzt und nur dort eingeplant, wo sie unverzichtbar scheint. Warum eigentlich?

Schwarz ist neben Weiß sicherlich eine der beliebtesten Kombinationspartner für nahezu alle anderen bunten Farbtöne. Zumindest in unseren Breitengraden wird sie allerdings auch mit Düsternis und Trauer gleichgesetzt. Dabei wirken Möbel, Wände und Accessoires in Schwarz durchaus edel, puristisch und nobel. Schwarze Wände verleihen dem Raum Tiefe. Monochrome, also Ton-in-Ton gehaltene Wohnräume wirken entspannend und beruhigend. Und das gilt insbesondere für Schwarz, tiefdunkles Anthrazit oder sehr dunkle Schokoladentöne. Die fehlende Farbigkeit entspannt und beruhigt das Auge, Körper und Geist kommen zur Ruhe!

Bildergalerie: Schwarze Inspiration

Gut dosiert: Schwarz an Wand und Boden

Dunkle Fliesen zu hellen Wohnräumen sind Teil der minimalistisch-skandinavischen Einrichtungstrends der letzten Jahre. Schieferplatten, Marmor oder leicht matter Naturstein in Schwarz beziehungsweise dunklem Anthrazit eignen sich da besonders gut. Holz in Form von Parkett oder Laminat erreicht meist nicht die dunkle Tönung von Natursteinmaterialien.

Aber Schwarz passt ebenso perfekt als dekoratives Element an der Wand: wahlweise als vollflächige Farbe, als Tapete oder sogar als Stoffbespannung für besonders edle Effekte.

Raumhohe schwarze Wände wirken am besten in Altbauten oder im renovierten Loft. Zimmer mit normaler 2,40 Meter Raumhöhe profitieren davon, wenn schmale weiße Streifen die dunkle Wandfarbe einrahmen: Bei aller Schwärze wirkt der Raum dann trotzdem leichter und luftiger.

So wie Rot belebend wirkt und Blau beruhigend, so kann Schwarz als Farbe an der Wand eine Assoziation zu Bitterkeit hervorrufen. Im Essbereich ist eine komplett schwarze Wandgestaltung für feinfühlige Menschen also unter Umständen nicht die richtige Wahl.

Auf die Beleuchtung kommt es an!

Stimmige Lichtkonzepte braucht es sowieso für eine wohnliche Atmosphäre. Da großformatige schwarze Flächen aber generell viel Helligkeit aus dem Raum ziehen, ist besonders bei Schwarz als dominierender Einrichtungsfarbe die richtige Auswahl an Leuchten und Lampen wichtig.

Kühle Eleganz wird durch kaltweiße, leicht bläuliche LED-Leuchten erzeugt. Warmweiße LEDs dagegen erschaffen eine deutlich gemütlichere und wärme Umgebung. Welches davon das richtige Lichtgefühl erzeugt, hängt vom Stil, der Einrichtung und der Nutzung des Raums ab. Warmweiße Leuchten mit orangenem Unterton gehören auf jeden Fall in alle Räume, in denen gegessen, geschlafen oder gelesen wird.

Natürliche Lichtquellen wie der Kamin, Kerzen oder durch große Fensterflächen einfallender Sonnenschein tragen dazu bei, dass schwarz gehaltene Räume weder düster noch bedrückend wirken.

Perfekt kombiniert

Schwarz und Weiß sind perfekte Kombinationspartner, können in großen Räumen aber schnell kühl wirken. Stimmungsvoller wird es, wenn schwarze Wände oder dunkle Böden mit honigfarbenen Hölzern kombiniert werden. 

Metallische Akzente setzen Gold, Silber und vor allem Kupfer. Während die Edelmetalle luxuriöse Hingucker erzeugen, ist Kupfer das Mittel der Wahl für ein zarteres und wärmeres Ambiente. Vor allem im Industrial Stil ist der Mix aus Schwarztönen und Metall, zusammen mit Naturmaterialien wie Wolle und Leder unschlagbar.

In minimalistisch orientierten Stilen dominiert die Kombination aus Schwarz, Weiß und Grau. Darf es bunter und vielfältiger sein? Im warmen Modern Scandi- oder im Japandi-Stil sind dunkle Akzente gern gesehen, wenn sie gut platziert werden. Sie lenken den Blick zwischen pastelligen Grundtönen, zentrieren die Aufmerksamkeit auf einzelne Möbelstücke oder bieten dem Auge etwas Erholung von den vielen hellen Farben im Raum.

Edle Accessoires in Schwarz

Im stilvollen Japandi-Wohnzimmer dürfen weder der schwarz lackierte Sitztisch noch das dunkle Tee-Set aus feiner Keramik fehlen.

Im pastellig-hellen luftigen Wohnzimmer ist die edle schwarze Wohncouch das Prunkstück – und im kleineren Zimmer setzen schwarze Samtkissen oder eine gezielt platzierte dunkle Wolldecke die Akzente.

Da dunkle Farben dem Auge Entspannung bieten, dürfen die Accessoires ruhig mit Abstand zu allem anderen im Raum verteilt werden. Helle und eher unruhig wirkende Bücherregale wirken gleich viel stilvoller, wenn vereinzelte Lieblingsstücke in Schwarz mit reichlich Platz auf dem Regalbrett aufgestellt werden.

Wer sich vorsichtig an schwarz gehaltene Dekoration heranwagen möchte, kann klein anfangen:

  • schlichte oder aufwendig verschnörkelte schwarze Bilderrahmen
  • Kerzenhalter oder Kerzen in Schwarz
  • Vasen, Schalen und Tablets
  • Skulpturen

Clean und edel sind schwarze Küchengeräte auf weißen Hochglanzküchenschränken vor Echtholz-Wandverkleidungen. Etwas schlichter, aber ebenso schön: Eine schwarz gestrichene Kreidetafelwand in der Küche. Auf der Wand können mit weißen Kreidestiften Kritzeleien, die Wochenplanung für das gemeinsame Essen oder dringend benötigte Vorräte notiert werden. Schwarz und Weiß in dieser Kombination ist praktisch und modern zugleich oder peppt eine etwas in die Jahre gekommene Einrichtung auf. Cleane, strukturierte Küchen profitieren von solchen eher spielerischen Elementen ebenso.

Und im Badezimmer? Da sind schwarze Hand- und Duschtücher oder Badvorleger sowohl dekorative als auch praktische Accessoires.

Fazit

Schwarz ist eine wunderbare Akzentfarbe – und eignet sich ebenso für vollflächige Wandgestaltungen. Wer sich bisher nicht an schwarze Wände und größere Möbelstücke rein in Schwarz herangetraut hat, hat definitiv etwas verpasst.

Artikelserie „Farbkonzepte“

Dieser Beitrag gehört zu einer Serie, die wir laufend erweitern. Bisher erschienen:

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