Spieglein, Spieglein an der Wand: Spiegel gekonnt eingesetzt

Spieglein, Spieglein an der Wand: Spiegel gekonnt eingesetzt

Es steht außer Frage, dass der Spiegel einen hohen Nutzfaktor bereithält, zeigt er uns doch ungeniert ob die Frisur gut sitzt oder die Hose richtig passt. Doch auch in der Wohnungseinrichtung, als dekoratives Element, hat er längst seinen Platz gefunden. So lässt sich ein interessanter Blickfang setzen oder ein Raum optisch vergrößern. Es gibt die unterschiedlichsten Varianten und Funktionen. Doch wie setzen Sie  Spiegel zur Raumgestaltung am besten ein?

Schon gewusst? Archäologische Funde belegen, dass Menschen bereits vor 5000 Jahren poliertes Metall als Spiegelfläche verwendet haben.

Inspiration im Bild

3 praktische Tipps für den Spiegel-Einsatz

  • Tipp 1: Mehrere Spiegel am gleichen Ort würden perfekt zum Einrichtungsstil passen? Eine Kombination verschiedener Größen und Formen ist hier denkbar denkbar. Davon abgesehen bleibt die Wand dann am besten leer, frei von anderen Bildern oder Regalen.
  • Tipp 2: Ist die Ausrichtung des Spiegels vertikal oder horizontal besser? Das kommt drauf an: Horizontale Spiegel geben einem Raum mehr Breite, vertikale Spiegel geben ihm mehr Höhe.
  • Tipp 3: Ist eine Lichtquelle in der Nähe? Damit die Spiegel nicht blenden, nehmen Sie den geplanten Standort einmal mit Tageslicht und einmal mit künstlichem Licht unter die Lupe. Spiegelndes Sonnenlicht oder gleißende Abendbeleuchtung im Spiegel reduzieren den dekorativen Effekt – und das deutlich.

Schlicht oder Pompös

Soll der Spiegel als pompöser Hingucker die Hauptrolle Ihrer Einrichtung spielen, einen anderen Gegenstand ins Rampenlicht setzen oder den Raum optisch verändern? 

Eine eher technische und kühle Ausstrahlung haben Spiegel ohne Rahmen. Sie sind jedoch wunderbar wandelbar und halten sich dezent im Hintergrund. Als Funktionselement sind sie perfekt geeignet und können ein Maximum an Licht reflektieren und Räume größer wirken lassen.  

Spiegelfliesen in ovaler, rechteckiger oder wabenartiger Form wiederum sind perfekte Deko- und Funktionselemente in einem. Ihr rahmenloses Konstrukt kommt am besten in minimalistisch eingerichteten Räumen zur Geltung.

Tipp: Ablösbare Klebehilfen nutzen, um die Spiegelfliesen variabel einsetzen zu können! Dann bleiben Wand und Fliese unbeschädigt, wenn das Einrichtungskonzept wechseln soll – und die Spiegelfläche wandert ganz oder teilweise an einen anderen Einsatzort.

Dezente Rahmen können punktuelle Akzente setzen oder andere Objekte in den Vordergrund stellen. Den Typ des Rahmens sollten Sie passend zur Einrichtung wählen. So schaffen vergoldete Rahmen einen Hauch von Drama und Eleganz während ein Glas mit facettengeschliffenem Rand eher ein klassisches Ambiente widerspiegelt (wenn Sie uns dieses kleine Wortspiel nachsehen).

Mögen Sie es eher rustikal, können Sie auf eine Vielzahl an Holztönen mit natürlicher Struktur zurückgreifen. Für den natürlich wirkenden Look sind lasierte oder geölte Holzrahmen optimal.

Lackierte Rahmen passen sich dagegen besser in ein konkretes Farbkonzept ein. Pflegeleichter sind Kunststoff- oder Metallrahmen, die sich auch im minimalistischen, modernen oder mit Industrial Chic eingerichteten Wohnraum gut machen.

Sie möchten es lieber pompös und prunkvoll? Dann setzen Sie Ihr Schmuckstück in den Mittelpunkt. Kunstvolle Rahmen oder ausgefallene Formen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Platzieren Sie zum Beispiel einen Sonnenspiegel über Ihre Kommode oder lehnen Sie einen mächtigen Wandspiegel lässig an Ihre Schlafzimmerwand.

Antike Spiegel mit aufwändiger Rahmengestaltung sind allerdings schwer zu bekommen. Wenn Sie Wert auf echten Vintage-Flair legen: Halten Sie die Augen auf nach großformatigen Bilderrahmen. Lassen Sie darin einen rahmenlosen Spiegel einpassen, sobald Sie einen ergattert haben.

Alternativ sind neue, auf alt getrimmte pompöse Spiegelvarianten aus allen denkbaren Einrichtungsstilen erhältlich.

Lesen Sie dazu auch: Wohnzimmer perfekt einrichten nach dem „Hingucker-Prinzip“ …

Großer Spiegel an eine Schlafzimmerwand gelehnt
Mut zum großen Spiegel in kleinen Räumen! Ein Hingucker, der optisch mehr Freiraum schafft. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Richtig platzieren

In seiner Vielfalt ist der Spiegel in jedem Zimmer eine Bereicherung, vorausgesetzt das richtige Plätzchen wird ausgewählt.

Inszenieren Sie Ihren Raum zum Beispiel indem sie den Spiegel gegenüber einer Lichtquelle aufhängen. Hierbei kann es sich um Leuchten oder Kerzen oder auch um natürliches Licht handeln. Sie werden staunen, wie hell ein Raum dann wirken kann. Richtig aufgestellt werden damit sogar bisher dunkle Bereiche ausgeleuchtet.

Machen Sie sich außerdem die optische Täuschung zu nutze! Im richtigen Winkel lässt der Spiegel Ihren Raum nicht nur heller sondern auch größer oder länger erscheinen. Vor allem kleine Zimmer profitieren von großen Spiegeln und lassen den Raum größer wirken. Hier heißt es: Mut zum XL-Spiegel! Schmale Räume wie z.B. der Flur wirken tiefer, wenn Sie den Spiegel am Ende des Flurs aufhängen oder breiter wenn Sie ihn an der Längsseite platzieren. 

Tipp: Richten Sie Ihren Spiegel so aus, dass keine unruhigen Bereiche reflektiert werden.

Zum Schluss ein paar Tipps zur Handhabung

Wenn man abergläubisch ist, bringt ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech. Ist man es nicht, ist es trotzdem ärgerlich. Mit der richtigen Montage können Sie dem entgegenwirken. Große und schwere Wandspiegel können dabei oftmals eine Herausforderung für Ihre Wand sein. Achten Sie daher auf die Beschaffenheit Ihrer Wand sowie die Traglast der Dübel und Schrauben. 

Für einen streifenfreien Glanz können Sie, alternativ zu herkömmlichen Fensterputzmitteln oder Glasreinigern, den Saft einer Zitrone oder Kartoffel ebenso wie Wasser mit einem Schuss Essig ausprobieren. Reiben Sie den Spiegel anschließend mit einem Mikrofasertuch oder einer zerknüllten Zeitung trocken. 

Passende Produkte