4 kreative Arten, Bücher zu sortieren

4 kreative Arten, Bücher zu sortieren

Vielleser verlieren sich nur zu gern bei der Frage, welche Sortierung besonders hilfreich ist für die Ordnung im Bücherregal. Und so wird häufig nach Genre, Autorennamen von A bis Z und innerhalb dessen vielleicht noch nach Veröffentlichungsjahr oder Ausgabe wie Paperback und Hardcover unterschieden.

Bibliothekarische Ordnung ist hier zwar das Ziel, führt aber schnell zu stark durchstrukturierten Regalen. Die wiederum sehr bunt, wild und chaotisch wirken.

Einheitliche Einbände für Bücher sind zur Seltenheit geworden. Die einst beruhigend wirkenden Bücherregale in dunklen Lederfarben gehören damit der Vergangenheit an – moderne Bücherregale sind so bunt und vielfältig wie die Genres, Verlage und Einbandgestaltungen. Dem einen oder anderen kann das zu unruhig wirken, die Farbharmonie im Raum gerät leicht aus dem Takt.

Wir haben 4 kreative Arten zusammengestellt, wie sich das Bücherregal neu organisieren lässt – für eine harmonische Wirkung.

Idee 1: Farbenfroh

„Rainbow Shelfies“ werden im Farbschema des Regenbogens sortiert. Ausschlaggebend ist weder das Genre noch der Autor – allein die Farbe des Buchrückens entscheidet über den Standort im Regal.

Denkbar sind zwei Varianten:

  • Über die gesamte Regalhöhe hinweg von unten nach oben (oder andersherum)
  • Über die gesamte Regalbreite hinweg von rechts nach links (oder andersherum)

Zweite Alternative: Statt in den Regenbogenfarben wird nach Farbverlauf eingeordnet. Das lässt sich bei kleineren Bücherstapeln auch gut pro Regalbrett oder Abschnitt lösen.

Hier ein Beispiel, das wir auf Instagram gefunden haben:

Der große Vorteil dieser kreativen Methode: Die harmonischere Farbgestaltung wirkt beruhigend. Vor allem bei wandgroßen Regalflächen ist die Sortierung nach der Einbandfarbe keine schlechte Idee. Das gilt vor allem für alle, die sich Bücher eher visuell anhand der Einbandfarbe oder der Gestaltung merken.

Der große Nachteil insbesondere für Menschen mit umfangreichen Buchsammlungen: Die wenigsten Bücher werden mit einem Handgriff sofort aus dem Regal gezogen. Wahrscheinlicher ist es, dass Sie längere Zeit beim Suchen verbringen werden. Oder ist das am Ende ein Vorteil: Vielleicht entdecken Sie bei der Gelegenheit gleich noch den einen oder anderen vermissten Buch-Schatz, den Sie schon immer mal erneut lesen wollten?

Idee 2: Pragmatisch

Pragmatiker sortieren ihre Bücherstapel schlicht danach, ob sie sie

  • gelesen oder noch nicht gelesen haben oder
  • behalten oder weitergeben werden.

So ergeben sich meist strikt voneinander getrennte Regalbereiche. Bei kleineren Buchsammlungen oder unterschiedlichen Bücherregalen in verschiedenen Zimmern eine praktische und simple Lösung zugleich. Allerdings ist das zumindest optisch weniger harmonisch, weil sich dann wieder unterschiedliche Buchgrößen, -breiten und Einbandfarben gemeinsam auf im Regal tummeln.

Ebenso pragmatisch kann es sein, alle Reihen oder Bände zusammenzufassen. Oder alle Bücher eines Verlagshauses auf einem Regalbrett zu versammeln. Oder strikt zwischen Hardcover und Paperback zu trennen. Das wiederum ist für eine harmonische Zusammenstellung ziemlich hilfreich: Bücher aus dem gleichen Verlag sind oft ähnlich gestaltet, Bücher aus Reihen sowieso.

Idee 3: Größenorientiert

Bei dieser Methode spielt die Einbandfarbe keine große Rolle, dafür ist die Größe entscheidend! Bücher werden per Regalbrett wie folgt aufgestellt: 

  • mit den größten Büchern am Rand und zur Mitte hin flacher zulaufend,
  • mit den niedrigsten Büchern am Rand und zur Mitte spitz zulaufend,
  • von rechts oder links startend mit den größten Büchern, zur anderen Seite flach auslaufend
  • zusammen in der gleichen Höhe.

Das wirkt vor allem auf längeren Regalflächen harmonisch und kann bestimmt auch gut mit einer Sortierung nach Farben kombiniert werden.

Hier ein Beispiel von Instagram:

Idee 4: Chaotisch

Die chaotische Variante startet eigentlich sehr strukturiert: Die absoluten Buchlieblinge werden idealerweise auf Augenhöhe versammelt. Sie erhalten einen besonderen, herausgehobenen Platz im Bücherregal.

Drumherum finden dann alle Bücher, Kunstwerke oder Dekorationsobjekte ihren Platz – und das ohne einen konkreten Plan. Sie werden unstrukturiert soweit verteilt, dass alles untergebracht wird. Harmonie entsteht so im Chaos – und macht sich besonders gut in opulenteren Einrichtungsstilen.

So finden sich auch die Lieblingsschmöker immer sofort ohne langes Suchen. Diese Methode funktioniert natürlich nur bedingt bei großen Buchansammlungen. Deutlich besser wirkt sie, wenn wenige, ausgewählte Bücher in einem Regal zusammengefasst werden.

Kreativer Tipp am Ende: Offen und harmonisch wirken Regale, die nach der 1:1:1-Regel bestückt werden: ein Teil Bücher, ein Teil Dekoration oder Kunst, ein Teil Leerstand.

Noch ein praktischer Tipp zum Schluss: Umstrukturierungen beginnen am besten damit, dass alle Bücher entsprechend der geplanten Sortierung in Stapeln auf dem Boden vorsortiert werden. Erst wenn die Einteilung feststeht, dürfen sie auf ihre Regalplätze ziehen.

Fazit

Statt rein nach Autorennamen oder Genres zu sortieren, lassen sich Bücherregale durchaus noch nach anderen Methoden einräumen. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt und unsere vier kreativen Arten der Sortierung helfen Ihnen bestimmt für die nächste Umstrukturierung der Büchersammlung.

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