Farbkonzepte: Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …

Farbkonzepte: Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …

Grasgrün, Tannengrün, Waldgrün, Salbeigrün – die Assoziationen zur Farbe Grün sind in der Regel eng an die Natur angelehnt. In der Nähe von grünen Elementen atmen wir unwillkürlich auf, fühlen uns geborgen und gut aufgehoben. Wenn das mal nicht ein idealer Grund ist, Grün als dominierende Farbe im Farbkonzept der Wohnung auszuwählen!

Wir zeigen, wie sich die Sekundärfarbe am besten kombinieren lässt – und welche Vielfalt hinter der simplen Bezeichnung „Grün“ eigentlich steckt.

Grüne Vielfältigkeit: Von Gelbgrün bis Salbeigrün

36 Farbtöne zählt die offizielle RAL-Palette; in der Natur begegnen uns natürlich wesentlich mehr grüne Farbtöne. In der Farblehre wird Grün mit Naturverbundenheit, Natürlichkeit, Frische und Geborgenheit assoziiert. Sprich: Grüne Wände, grüne Dekorationselemente oder grüne Textilien verleihen einem Raum Leichtigkeit und Lebendigkeit.

Helle, zarte Grüntöne mit einer Tendenz zu Gelb wirken leicht, luftig, offen und erfrischend. 

Perfekte Kombinationspartner: helle Holzarten wie Esche, Kiefer oder Honigeiche sowie Weiß und zarte Beigetöne.

Fällt das Grün dagegen eher dunkler aus und changiert ins Blaue hinein? Dann ist die Wirkung eher beruhigend, dämpfend und edel.

Perfekte Kombinationspartner: Kräftiges Leder in Mittel- bis Schokobraun, kräftige Akzentfarben in Rot, Orange oder Gold; samtig-weiche Stoffe und Polsterbezüge.

Besonders edel wirkt Grün dann, wenn ihm feine Grautöne beigemischt sind. Der Klassiker ist „Salbeigrün“. Es schimmert wie das silbrig überhauchte Heilkraut in zarten Tönen und die ideale Wahl für alle, die zwar etwas, aber nicht zu viel Grün an die Wand bringen wollen.

Schlafzimmer mit Spiegelschrank und grünem Boxspringbett
Auch im Schlafzimmer macht sich Grün gut. Hier kommen vor allem abgetönte Varianten zum Einsatz. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Grün in verschiedenen Wohnbereichen

Für die Farbauswahl bei der Einrichtung mit Grüntönen sollte also zunächst die beabsichtige Wirkung geklärt sein. Im Wohnzimmer finden sich meist die helleren, leichten Grüntöne ein; in Schlafräumen wird dagegen oft auf abgetönte, sanftere Farben gesetzt. Letztere sind auch die ideale Wahl für große Wandflächen.

Kräftige, eher knallige Farben wie Limonengrün oder Smaragdgrün sind typischerweise in der Küche, im Flur oder im Badezimmer zu finden. Sie strahlen Frische und Lebendigkeit aus, können einen Raum aber auch schnell unruhig wirken lassen. Deshalb werden sie besser nur als Akzentfarben eingesetzt: Auf einer einzelnen prominenten Wandfläche, als Teil der textilen Dekoration oder für Küchenfronten beziehungsweise Schranktüren. Hier kommen die leuchtenden Töne so richtig gut zur Geltung!

Grüne Textilien und Accessoires

Wenn es nicht sofort eine ganze Wand voll frischem Grün sein darf, sind im ersten Schritt Textilien mit Grüntönen im Dekor perfekt:

  • einfarbige oder zart gemusterte Teppiche, Läufer oder Vorleger
  • Bodenlange Vorhänge, Schals oder Plissees in kräftigem Grün
  • Kissen und Decken für Couch, Lesesessel und als Bettüberwurf

Samtige Sofas oder elegante Esszimmerstühle in Wald- und Tannengrün sind zwar alles andere als dezent, aber eine echte Augenweide. Sie wirken optimal, wenn sie vor hellen sandfarbenen Wänden glänzen dürfen – beispielsweise im ansonsten eher kühlen Industrial Stil.

Zarte Glasvasen und Schalen in verschiedenen Grünschattierungen lenken den Blick und geben eher dezenten Einrichtungsstilen wie Scandi oder dem Modern Landhaus den gewissen „Frischekick“. 

Nicht zu vergessen: Lebendiges Grün ist ungemein wirkungsvoll. Zarte Pastell- und weiche Grüntöne mit gelblichen Tendenzen an Wand, Boden oder Möbeln werden perfekt durch Topfpflanzen mit sattgrünen Blättern ergänzt.

Fazit

Grün ist ein Allrounder für die lebendige Einrichtung von wirklich jedem Raum. Verschiedene Farbtöne erschaffen unterschiedlichste Wirkungen – und unterstreichen so den jeweiligen Wohnstil. Wer mag, tastet sich mit ersten zarten Tönen oder knalligen Akzentstücken an Grün als künftige Lieblingsfarbe heran.

Artikelserie „Farbkonzepte“

Dieser Beitrag gehört zu einer Serie, die wir laufend erweitern. Bisher erschienen:

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