Ratgeber: Welches Waschbecken ist das richtige für mich?

Ratgeber: Welches Waschbecken ist das richtige für mich?

Waschbecken sind längst über die klassischen weißen Ovale aus Keramik hinausgewachsen. Es gibt sie in unzähligen Varianten, Materialien und Farben. Wer jetzt sein Bad neugestalten will, hat die Qual der Wahl. Wir helfen dabei und stellen die gängigen Formen, Materialien und Aufbauarten vor!

Einzel- oder Doppelwaschbecken

Wenn mehr als eine Person regelmäßig das Waschbecken belegt oder belegen wird, rentiert sich in aller Regel ein Doppelwaschbecken. Das gilt insbesondere bei kleinen, erst recht aber bei größeren Kindern im Haushalt oder wenn man morgens gemeinsam mit dem Partner zu ähnlichen Uhrzeiten in den Tag startet.

Einzelwaschbecken sind natürlich platzsparender und wirken oftmals eleganter als die eher wuchtigeren Doppelbecken. Wobei es auch hier sehr ansehnliche Modelle gibt!

Wand-, Stand- oder Schrankbefestigung

Typischerweise werden Waschbecken an der Wand befestigt. Ein Waschbeckenunterschrank wird mehr oder weniger passend darunter montiert – und fertig.

So jedenfalls lautete die Weisheit bisher. Aber die ist nicht mehr die ganze Wahrheit: Denn Aufsatz-, Unterbau- und Standwaschbecken gibt es natürlich auch noch!

Aufsatzwaschbecken

  • heben sich teilweise oder vollständig vom Schrank oder der Arbeitsfläche ab;
  • wirken vor allem als Design-Highlight im Bad;
  • lassen sich etwas weniger gut reinigen (Wasserspritzer, Kalkflecken);
  • sind ziemlich frei in der Formengestaltung – rund, oval, asymmetrisch oder eckig sind mögliche Waschbeckenformen.

Standwaschbecken

  • wirken imposant, vor allem in größeren Badezimmern;
  • setzen klare Highlights im Einrichtungsstil;
  • sind in der Regel gut zu reinigen;
  • lassen den üblichen Stauraum im Waschbeckenunterschrank vermissen.

Unterbauwaschbecken

  • sind versenkt in der Arbeitsplatte oder dem Waschbeckenunterschrank;
  • damit extrem einfach zu reinigen;
  • können sogar „aus einem Guss“ mit der Arbeitsplatte sein;
  • wirken elegant und stylish.

In kleineren Bädern unter 10 Quadratmetern zählt in der Regel jeder Kubikzentimeter Stauraum. Deshalb sind Einbauwaschbecken oder Lösungen mit zusätzlichem Waschbeckenschrank geschickter. 

Größere Bäder bieten zum einen mehr Gelegenheiten für die Ablage von Handtüchern und Schminkutensilien. Zum anderen kommen alleinstehende Waschbeckenlösungen hier erst so richtig zur Geltung!

Drei verschiedene Waschbecken-Designs
Drei Beispiele dafür, wie unterschiedlich Waschbecken heute aussehen können. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Waschbeckenformen: Rund, eckig oder irgendwas dazwischen

„Form follows function“ – dieser klassische Designgrundsatz gilt natürlich auch für Waschbeckenformen. Ovale, runde, eckige oder asymmetrische Formen sind denkbar.

Aber: Das Waschbecken braucht eine gewisse Tiefe, der Abstand zwischen Becken und Armatur sollte exakt gewählt werden. Dann spritzt nichts vorbei und es rinnen keine Tropfen am Waschbecken entlang, die letztlich unschöne Kalkflecken verursachen. 

Runde, über die Arbeitsfläche oder den Schrank ragende Becken sind seit einiger Zeit beliebtes Stilmittel für modern-minimalistische Bäder. Freistehende Metallbecken und robust wirkende Naturstein-Waschbecken unterstreichen optimal einen industriellen Stil. Das klassische Einbauwaschbecken dagegen ergänzt auf dezente Art und Weise die eher schlichten oder zurückhaltenderen Wohnkonzepte.

Das richtige Material: Sanitärkeramik, Glas oder Naturstein

Zum Schluss stellt sich noch die Frage: Welches Material darf es eigentlich sein? Neben dem klassischem Sanitär-Keramik sind auch denkbar:

  • Glas
  • Sanitär-Acryl
  • Mineralguss
  • Naturstein
  • Beton
  • Holz
  • Metall

Besonders pflegeleicht sind die nahezu porenlosen Oberflächen aus Keramik, Glas und Metall oder Holz. Das Material selbst beziehungsweise eine geeignete Oberflächenversiegelung verhindern, dass sich Kalk und Seifenreste anlagern. In Kombination mit einem Unterbau- oder Einbauwaschbecken ist diese Variante besonders praktisch für Familien mit kleineren Kindern. 

Robust, aber etwas weniger kratz- und säureresistent ist ein Mineralguss-Waschbecken. Dafür sind sie in verschiedenen Farben und schier unendlichen Formen denkbar – und im Vergleich zur Sanitärkeramik auch deutlich günstiger.

Holz ist noch recht neu als Waschbecken-Material. Damit setzen Sie auf jeden Fall besondere Akzente in jedem Badezimmer! Die Oberfläche ist versiegelt, sodass das Holz weder aufschwemmen noch sich verfärben kann. In der Regel sind Holzwaschbecken rund oder zumindest oval. Jedes Einzelne ist ein Unikat, sodass sich bei einem Doppelwaschbecken leichte Maser- und Farbunterschiede zeigen können. Bei einem so lebendigen Werkstoff wie Holz ist das mindestens charmant, in jedem Fall aber unvermeidlich.

Hinweis: Der Überlauf kommt langsam aus der Mode. In vielen neuen Waschbeckenformen ist er wegrationalisiert. Das ist zum einen hygienisch, immerhin muss der Überlauf wie jedes andere Detail am Waschbecken gesäubert werden, ist aber teils schwer zu reinigen. Zum anderen ist sein Daseinszweck verschwunden: Kaum noch jemand nutzt das Waschbecken so, dass zuverlässig Wasser über längere Zeit darin stehen kann und das Becken vor Überlauf geschützt sein müsste. 

Fazit

Schon entschieden, welches Waschbecken sich in Ihrem Bad künftig besonders gut machen könnte? Die Vielfalt an Materialien, Formen und Befestigungsarten kann etwas irritierend sein. Mit der Hilfestellung in unserem Beitrag gerät die Auswahl hoffentlich etwas besser.

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