Geschirrschränke für die perfekte Präsentation

Geschirrschränke für die perfekte Präsentation

Vitrinen und Buffetschränke sind vor allem klassische Elemente in der Landhausküche: keine Landhausküche ohne sichtbares Geschirr! Aber wie lassen sich schöne Erbstücke und moderne Keramik so präsentieren, dass es nicht zu vollgestellt wirkt? Wir haben Ideen für den Geschirrschrank gesammelt.

Landhaus, aber nicht nur

Der traditionelle Vitrinenschrank besteht dabei meist aus einem Bereich mit Glasschränken, einem Mittelteil mit Schubladen und einem unteren Part, der mit klassischen Schranktüren ausgestattet ist.

Moderne Varianten vor allem im eher minimalistisch-modernen Landhaus oder im Bereich Scandi Chic setzen eher auf vollflächige Glastüren, die mit zarten Holz- oder kontrastreichen Metallstreben unterteilt sind.

Und so steht der Geschirrschrank dann entweder im offenen Wohn-Essbereich, in der Küche oder im abgetrennten Esszimmer und wartet darauf, mit passendem Geschirr bestückt zu werden.

Stapeln, stellen oder legen?

In den Schubladen und hinter den blickdichten Schranktüren darf verschwinden, was nicht auf den ersten Blick erscheinen soll. Aber die Glastüren erfordern dann doch eine bessere Überlegung, wie genau Geschirr platziert werden soll.

Stapel sind dann praktisch, wenn Sie das volle 12er Gedeck unterbringen müssen. So kann nichts rutschen, der Platz wird optimal ausgenutzt – und gestapelt sieht es immerhin strukturiert und ordentlich aus! Allerdings sind Stapel eben auch einfach nur Stapel, besondere Muster oder ausgefallene Dekorfarben des Geschirrs kommen so nicht zur Geltung.

Dekorativer wird es erst, wenn Gedecke – wie Omas gute Sammelkaffeetassen oder ein anderes besonders Stück Geschirr – einzeln gestellt werden. Wenige, ausgewählte Tassen, Teller oder Kännchen verteilen sich so mit reichlich Luft dazwischen auf dem Bord hinter der Glastür. Wahlweise präsentieren Sie dort dann die Stücke, die sie am liebsten jeden Tag nutzen – oder die ausgewählten besonderen Gedecke, die vor allem zum Bestaunen vorgesehen sind.

Vor allem die älteren Vitrinen- und Buffetschränke sind mit integrierten, offenen Tellerhaltern ausgestattet – sodass die Teller eher hinter Holz gelegt als gestellt werden. Große Vorlegeplatten – oder Pizzateller im größeren Format – sind dort gut aufgehoben. Alternativ könnten sie nur noch in den extra tiefen Unterschränken verschwinden, um dann wegen der unpraktischen Aufbewahrung kaum noch genutzt zu werden. Kleiner Nachteil am Rande: Ist der Bereich offen, also nicht durch Glastüren geschützt, sammelt sich hier schnell Staub an.

Hellblaue Küche im Landhausstil
Geschirraufbewahrung und -präsentation gehen in der klassischen Landhausküche Hand in Hand. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Wohin mit Kleinkram?

Serviettenringe und Servietten, die kleinen Kerzenständer für die Esstischdekoration und diverser anderer Kleinkram sollten möglichst dort untergebracht sein, wo sie benötigt werden. Das heißt oft: dort, wo das restliche gute Geschirr untergebracht ist!

Nun sieht eine handvoll Serviettenringe nicht sonderlich dekorativ aus, wenn sie hinter Glas auf einem Holzbrett liegt. Wenn Sie mehrere kleinteilige Dinge gut verstauen wollen und der vorhandene Geschirrschrank keine Schubladen mitbringt:

  • runde Metalldosen mit Deckel oder
  • Stoff-/Pappboxen mit Deckel
  • offene Körbe oder Kisten mit möglichst hohem Rand

Kisten und Dosen mit Deckel lassen sich stapeln, sollten aber – wenn Sie sie hinter Glastüren aufstellen – möglichst nicht durchsichtig sein. Ganz im Landhaus-Stil sind Beschriftungen, die gleichzeitig beim Wiederfinden des Kleinkrams helfen.

3 Deko-Tipps für schöne Ergebnisse

Offene Regale und Glasvitrinen wirken bei voller Stauraumauslastung immer unaufgeräumt. Das Auge springt etwas unruhig zwischen den verschiedenen Elementen hin und her. Dekoobjekte und Gebrauchsgegenstände dagegen, die ausreichend Platz um sich herum haben, entfalten eine ganz andere Wirkung.

Tipp 1: Weniger ist mehr

Ja, viele schöne Erinnerungsstücke sammeln sich im Laufe der Zeit an und in der Landhausküche beziehungsweise gerade im Landhausstil ist genau dafür viel Platz vorgesehen. Trotzdem: Im Geschirrschrank ist weniger mehr. Vor allem im sichtbaren Bereich, aber auch hinter verschlossenen Schranktüren sollten sich die Geschirrbestandteile einfinden, die Sie wirklich brauchen und nutzen.

Und wie bei der Gestaltung von allem anderen gilt: Sichtbares macht sich in Dreiergruppen arrangiert besonders gut. Das klassische Sammeltassengedeck aus Kaffeetasse, Untertasse und Dessertteller wäre das perfekte Beispiel dafür. Eine einzelne, besonders schöne Schale wirkt dagegen leicht verloren, wenn sie nicht mit zwei ähnlich schönen Stücken kombiniert ist.

Tipp 2: Finden Sie eine Gemeinsamkeit für alle präsentierten Stücke

Das gleiche ausgefallene Dekor, eine verbindende Farbe oder außergewöhnliche Formen – es gibt viele gute Gründe, sich für ganz bestimmte Geschirrvarianten zu entscheiden. Genau diese guten Gründe sind es auch, die später in der Vitrine herausstechen. 

Tipp 3: Praktisches geht vor

In kleineren Küchen oder bei knappem Platzangebot geht die praktische Nutzbarkeit immer vor. Dann ist der Buffetschrank eben nicht nur der Raum für hübsche kleine Dekoartikel, sondern beherbergt neben dem Geschirrsatz auch weitere Vorräte oder dient als kurzfristige erweiterte Ablagefläche bei aufwendigeren Gerichten.

Fazit

Geschirrschränke bieten ganz viel praktischen Stauraum – und sind gleichzeitig ein ganz typisches Stilmittel in der Landhausküche. Damit das Lieblingsgeschirr auch ordentlich und dekorativ im Schrank präsentiert werden kann, sind nur ein paar kleine Handgriffe nötig.

Schwerpunkt „Alles was die Küche schöner macht“

Dieser Artikel gehört zu unserem Themenschwerpunkt rund um schönere Küchen. Laden Sie alle Artikel als PDF herunter! Darin:

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