Die erste Wohnung wird erwachsen: Upgrade für die Einrichtung

Die erste Wohnung wird erwachsen: Upgrade für die Einrichtung

Studium oder Ausbildung liegen hinter einem, der Einstieg in den Job ist geschafft: Ganz langsam macht sich das Gefühl des Erwachsenwerdens nachhaltig breit. Nur die Wohnungseinrichtung, die ist immer noch auf dem Stand der heiß geliebten ersten Bude? Wir haben Ideen gesammelt, wie sich der Wandel hin zur gemütlichen Einrichtung mit Wohlfühl-Upgrade meistern lässt.

Tipp #1: Aufstocken, was bisher fehlte

Minimalismus zieht sich seit Jahren durch alle Einrichtungstrends. Und nach einigen Umzügen oder bedingt durch eher knappe Einrichtungsbudgets ist die Ausstattung im ersten Zuhause oft eher knapp kalkuliert. Ein großes Regal statt richtigem Kleiderschrank, vom Flohmarkt mitgenommene Küchenausrüstung und hier und da kleine Lieblingsteile: Das ist oft alles, was in den kleinen Wohnungen zu finden ist.

Mit der Zeit werden aber einige Dinge schmerzlich vermisst. Die richtige Schuhaufbewahrung im Flur, um endlich mehr Ordnung zu schaffen. Oder Türen für das Kleiderregal, um so etwas Ähnliches wie ein Schrankfeeling zu erreichen.

Diese ausgewählten, praktischen Teile aufzustocken? Ist eine sehr gute Idee, um die Wohnung vom Studenten- und Azubistatus in den Berufstätigenstatus zu heben.

Einfache, aber schöne Wohnungseinrichtungen
Schon mit einfachen Mitteln und einigen neuen Stücken lässt sich eine Wohnung deutlich verwandeln. (Fotos: Europa Möbel-Verbund)

Tipp #2: Hochwertige Möbel bedacht auswählen

Die Küche ist oft das erste, was nach Studium und Ausbildung, dem ersten Wohnungswechsel und festen Job zur Generalüberholung ansteht. Fragt sich nur: 

  • Besser die zusammengestöpselten Reste aus der ersten Wohnung mitnehmen? 
  • Oder lieber eine Wohnung mit integrierter Küche mieten? 
  • Oder komplett in eine schöne eigene Küche investieren, die dann für 15 bis 20 Jahre halten sollte?

Wenn der Wohnort für die kommenden Jahre noch eher flexibel bleibt, ist die Variante mit vorhandener Küche keine schlechte. Steht der Wohnort fest, ist das Haus oder die Wohnung gar schon gekauft? Dann ist das der Moment, eine qualitativ gute Küche zu planen! Um das Budget zu schonen, ziehen dann oft doch einige Altmöbel für die restliche Einrichtung mit um. Nur die Küche, in der die täglichen Mahlzeiten zubereitet werden und die oft das Herz in jedem Haus ist – die sollte von Anfang an stimmen.

Als zweites und drittes auf der Liste der hochwertigen Möbelstücke stehen noch: Bett und Couch. Beide sind unfassbar wichtig für die Erholung und einen gesunden Schlaf. Und im Laufe der Zeit werden bequeme Sitz- und Ruhemöbel auch immer bedeutsamer. Wer viele Stunden täglich arbeitet, will abends auf eine gute Unterlage sinken. 

Auch wenn der secondhand-gekaufte Futon oder das Palettenbett in der ersten Bude ihren Zweck erfüllten – ein klassisches, ergonomisch optimiertes Bett bietet dann doch den besseren Schlaf.

Tipp #3: Zimmer für Zimmer angehen

Stimmige, hochwertige Möbel für eine komplette Wohnung können das Einrichtungsbudget ganz schön belasten – vor allem bei Berufsanfängern und frischen Absolventen. Wer aufgrund der Lage in seiner alten Wohnung bleibt und „nur“ die Möbel austauschen will, beginnt am besten Zimmer für Zimmer. Um den Bedarf etwas zu sortieren, helfen diese Fragen:

Was stört mich am meisten? Oft sind es Eingangsbereiche, Wohn- oder Esszimmer. Also dort, wo künftig Familie, Freunde oder vielleicht auch Kollegen ein- und ausgehen. Wer eher nicht gesellig ist, legt stattdessen vielleicht mehr Wert auf Schlafzimmer, Küche oder Bad.

Im konkreten Zimmer kann es der klapperige Schrank sein, der schon zu viele Umzüge überstehen musste. Oder viel zu kleine Kommode, die zwar Platz wegnimmt aber nicht genügend Stauraum für herumliegende Dinge bietet. Diese kleinen Ärgernisse dürfen als erstes gehen und gegen praktische und schöne Möbelstücke ausgetauscht werden.

Was brauche ich wirklich? Kauft man nun die mehrteilige Wohnwand, weil das dazuzugehören scheint – oder weil sie wirklich sinnvoll und schön wäre? Welche hochwertigen Möbel passen zu einem selbst, dem gewählten Einrichtungsstil und dem vorhandenen Einrichtungsbudget?

Shoppen kann eine Form von Belohnung sein – bei beliebig ausgewählten Möbeln bleibt das gute Gefühl nur leider nicht lange erhalten.

Wie oft werde ich mich umentscheiden? Wohntrends ändern sich – und das schnell. Die schicke und sehr moderne Wohnzimmereinrichtung kann in zwei Jahren schon völlig veraltet wirken. Wer gern nachhaltig und langfristig plant, wählt deshalb eher weniger Möbel aus, die sich als Basics in der Ausstattung bewährt haben: Kommoden, Esstisch oder Theke aus soliden Materialien. Um den Stil schnell zu ändern, sind kleinere Dekorationsobjekte, Beistelltischchen oder ganz klassisch Wohntextilien die bessere Wahl.

Die Küche ist oft die größte Investition, wenn alte Elektrogeräte ausgetauscht werden müssen und der bisherige Stauraum nicht für längere Lagerhaltung oder organisierte Aufbewahrung ausreicht.

Im Bad ist es einfacher: Gute Badmöbel und stimmige Accessoires kosten tatsächlich nicht die Welt.

Mit Wohntextilien wie Vorhängen, Kissen, Decken und Teppichen lässt sich auch in noch etwas karg eingerichteten Räumen schnell eine wohlige Grundstimmung zaubern. Das sind überschaubare Ausgaben, die aber beim entscheidenden Schritt #4 helfen.

Tipp #4: Einrichtungsstil behalten

Der Charme des ersten Zuhause – vor allem, wenn sie eine Wohngemeinschaft mit immer mal wieder wechselnden Wohnpartnern war – entsteht durch verschiedene Stilrichtungen und Ideen.

Die Verlockung ist groß, mit dem Wechsel ins aktive Berufsleben einen großen Schlussstrich zu ziehen: Wohnung wechseln, alles entsorgen und komplett neu starten. Kann man so machen. Es bedeutet aber auch einen großen Verlust, wenn kein Erinnerungsstück aus dem früheren Leben mit hinüber in die nächste Wohnung wechseln darf.

An vielen Elementen hängen dann doch Erinnerungen, weil sie besonders günstig auf dem Flohmarkt erhandelt, von einem Ex-WG-Partner einfach zurückgelassen oder auf der Straße entdeckt und mitgenommen wurden. Solche besonderen Stücke finden sich niemals wieder „einfach so“. Sie dokumentieren den bisherigen Lebensweg ein Stück mit. Das eine oder andere Lieblingsstück passt bestimmt auch in die künftige Wohnungseinrichtung. 

Und aus diesen Lieblingsstücken, aus dem persönlichen Geschmack und den verschiedenen Einrichtungsstilen entsteht schließlich ein ganz persönlicher Einrichtungsstil.