20 nützliche Einrichtungstipps für kleine Badezimmer

20 nützliche Einrichtungstipps für kleine Badezimmer

Auch ein kleines Badezimmer kann groß herauskommen. Damit Ihnen das gelingt, haben wir hier die besten Tipps versammelt. Manche lassen sich schnell umsetzen, andere brauchen mehr Aufwand. Welcher gefällt Ihnen am besten?

Heller ist besser

Es ist eine Binsenweisheit, die wir deshalb auch nicht weiter erklären müssen: Kleine Räume wirken oftmals größer und freundlicher, wenn sie in hellen Farben gestaltet sind und es viel schönes Licht gibt – idealerweise natürliches und künstliches.

Dass dunkle Farben aber ebenso eine gute Idee sein können, erklären wir gleich noch beim Thema Kontraste.

Gestalten mit Licht

Vielleicht hat Ihr kleines Bad zumindest eine natürliche Lichtquelle? Das ist schon einmal großartig, denn wie eben schon angedeutet: Die Beleuchtung hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir einen Raum wahrnehmen.

So oder so sollten Sie sich aber auch bei einem kompakteren Badezimmer ein paar Gedanken über die Lichtgestaltung machen. Denn nicht immer brauchen Sie die komplette Beleuchtung. Es sollte auch Varianten für etwas entspanntere Momente geben.

Neben einem Hautplicht und einem Funktionslicht z.B. am Waschbecken denken Sie daher auch an Akzentlichter. Idealerweise können Sie die Leuchten oder Leuchtmittel dimmen und in ihrer Lichttemperatur oder Lichtfarbe verändern.

Spiegel als optischer Trick

Wie wir in einem anderen Artikel bereits geschrieben haben: Spiegel sind ein wichtiges Element der Inneneinrichtung. Sie können zwei Aufgaben erfüllen, die beide im Zusammenhang mit kleinen Bädern sehr nützlich sind:

  1. Sie verteilen das Licht im Raum. Natürlich sollten sie so platziert sein, dass sie nicht blenden. Wenn das gelingt, können sie eintreffendes Licht auch in ansonsten eher dunkle Ecken weiterverteilen.
  2. Sie erweitern den Raum optisch. Wir wissen selbstverständlich, dass das nur ein optischer Trick ist und trotzdem funktioniert er. Ein kleines Bad kann daher auf jeden Fall einen großen Spiegel vertragen – oder mehrere kleine.
Gerade in kleinen Bädern sind Badkombinationen mit viel Stauraum nützlich, wie hier von Puris. (Fotos: Hersteller)

Farbenfroh oder edel – Hauptsache besonders

Da der Raum so klein ist, müssen Sie sich bei den Farben nicht so sehr zurückhalten. Oftmals wird ja geraten, mit knalligen Farben oder auch edlen Tönen wie Gold sparsam umzugehen. Ansonsten wirkt es schnell erschlagend (wobei das auch schlicht Geschmackssache ist).

Bei einem kleinen Bad gibt es diese „Gefahr“ auf jeden Fall viel weniger – im Gegenteil: Eine selbstbewusste Farbgestaltung kann gerade hier eine tolle Wirkung entfalten. Man nimmt den kleinen Raum dann gar nicht mehr so wahr, weil man damit beschäftigt ist, die starke Farbgebung zu bewundern …

Vielleicht kombiniert sich die Farbe außerdem mit einem optischen Thema: Ein grünes Bad wird dann zum „Wald-und-Wiesen-Raum“ oder ein blaues Bad zum Platz am Meer. Hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Kontraste als Hingucker

Ein anderer häufig gehörter Ratschlag ist es, kleine Räume mit hellen Farben optisch größer wirken zu lassen (siehe oben!). Und das stimmt sicher auch: Ihr Mini-Badezimmer wollen Sie sicherlich nicht vollständig in Nachtschwarz einrichten (behaupten wir jetzt einmal).

Ganz anders sieht die Lage aus, wenn Sie auf Kontraste setzen: Schneeweiße Badmöbel können  vor dunklen Wänden zum Beispiel ganz großartig aussehen – ein richtiger Hingucker. In einem langgestreckten Bad kann eine dunkle Wand am anderen Ende den Raum optisch sogar vergrößern.

Kompakte Möbel

Dass Sie nicht die einzige Person mit einem kleinen Badezimmer sind, wird schon mit dem Blick auf kompakte Badmöbel deutlich: Sie finden hier beispielsweise kleine Waschbecken, die trotzdem noch eine praktische Ablage mitbringen. Auch andere typische Einrichtungsgegenstände fürs Bad gibt es in platzsparenden Varianten, die deshalb nicht weniger praktisch oder bequem sein müssen.

Spiegelschrank: Zwei in einem

Der Spiegelschrank ist deshalb ein wiederkehrender Tipp, weil er zwei praktische Dinge in einem vereint: Eben den Spiegel (siehe oben) und den Stauraum dahinter (mehr dazu weiter unten).

Die vielen kleinen Päckchen und Fläschchen und Döschen sowie einige andere Gegenstände finden hier Platz und machen das Bad optisch ruhiger – „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Zugleich ist aber alles griffbereit.

Und eine Beleuchtung ist auch oft noch eingebaut. Im Grunde also erfüllt dieses eine Stück dann schon drei Aufgaben auf einmal.

Dusche statt Wanne

Wenn es richtig beengt zugeht, ist die platzsparende Dusche die bessere und flexiblere Variante zur Wanne – und nicht nur dann. Zudem gibt es heutzutage luxuriöse Duschkabinen, die den sonst vielleicht eher sachlichen Vorgang der effizienten Körperreinigung durch herabbrausendes Wasser dann doch zum besonderen Erlebnis machen. Das heißt: Nur weil sie aus Platzgründen auf eine Dusche setzen, müssen Sie deshalb nicht auf Komfort und Luxus verzichten!

Die (fast) unsichtbare Duschkabine 

Apropos Duschkabine: Wer wenig Platz hat, kann hier mit einer geschickten Gestaltung optisch noch mehr herausholen. So kann sie vollständig aus Glas gefertigt sein, hat dazu vielleicht noch einem ebenerdigen Zugang, der durchgehend gefliest ist und sie ist in einer Ecke platziert – effizienter wird es nicht mehr.

Neben dem geringeren Platzbedarf im Vergleich zur Wanne lässt sich eine Dusche so gestalten, dass sie optisch fast überhaupt gar keinen Raum einnimmt.

Wannen-Dusch-Kombi

Und wenn Sie sich ein Leben ganz ohne Wanne doch nicht so richtig vorstellen können, gibt es Wannen-Dusch-Kombinationen, die beides vereinen – inklusive kleiner Tür im Badewannenrand für mehr Bequemlichkeit. Auch hier finden Sie kompakte Modelle, die auch in kleinen Bädern ihren Platz finden können.

Was muss wirklich im Bad sein?

Wenn Sie Ihr Bad (neu) planen, sollten Sie sich auch fragen, was überhaupt direkt im Bad untergebracht sein muss. Sie haben sicherlich alltägliche Gegenstände, die Sie immer brauchen und die deshalb auch immer griffbereit sein sollten. Viele andere Dinge könnten aber andernorts im Haus oder der Wohnung unterkommen – schon haben Sie Platz im Bad gewonnen.

Und schauen Sie bei der Gelegenheit zugleich, was sie noch brauchen und was vielleicht einfach aussortiert werden kann. Siehe dazu unsere Tipps zum Ausmisten beim Frühjahrsputz.

Bad mit Möbeln und Accessoires in Rosatönen
Körbe wie hier sehen nicht nur schön aus, sondern sorgen auch für Ordnung. (Foto: Europa Möbel-Verbund)

Mehr Stauraum schaffen

Für alles, was Sie dann noch im Bad unterbringen wollen, können Sie mit ein wenig Geschick mehr Stauraum schaffen – und schöneren Stauraum zur gleichen Zeit. Siehe dazu den passenden Abschnitt in unserem Ratgeber „Badezimmer perfekt einrichten“. Darin lesen Sie mehr über Regale, Körbe, Schubladen, Handtuchhalter und andere praktische Helfer.

Utensilien geschickt sammeln und aufstellen

Ein kleines Bad wirkt beengter und unpraktischer als sein müsste, wenn sich die alltäglichen Utensilien unbehindert ausbreiten können. Das sieht nicht nur schnell chaotisch aus, sondern ist auf lange Sicht einfach anstrengend. Wie oben beschrieben, sollten Sie erst einmal ausmisten und Dinge in andere Räume sortieren, die Sie nicht zwingend im Bad benötigen.

Alles andere sollte dann seinen festen Platz haben. Der Fön bekommt dann eine Halterung oder eine andere Ablage, wie man es auch oftmals in Hotels sieht (die wissen schon, was sie tun!). Die kleinen Fläschchen und Döschen bekommen eventuell eine kleine Rattanbox oder ein kompaktes Serviertablett, damit sie immer an einer Stelle versammelt sind.

In einem weiteren Artikel haben wir noch viele weitere praktische Helferlein fürs Badezimmer versammelt.

Lotion & Co. in schöne Gefäße umfüllen

Ein anderer kleiner, aber wirkungsvoller Trick: Schaffen Sie sich für Flüssigseife, Lotion und andere häufig benötigte Dinge schönere Gefäße an. Anstatt eine kunterbunte Sammlung unterschiedlichster Behältnisse zu versammeln, steht dann alles wunderbar in Reih und Glied und sieht harmonisch aus.

Je nach Produkt können Sie dann in Zukunft Nachfüllpacks kaufen, die auch noch preisgünstiger sind und weniger Müll verursachen.

Wer kann dazu schon Nein sagen?

Große Fliesen, enge Fugen

Ein optischer Trick für die Neugestaltung des Badezimmers: Große Fliesen und enge Fugen machen Boden und Wände ruhiger. Viele kleine Fliesen mit breiten Fugen lassen den Raum hingegen beengter erscheinen als er eigentlich ist.

Weniger Fliesen

Eine weitere Möglichkeit ist es, Fliesen nur dort einzusetzen, wo sie tatsächlich gebraucht werden. So reicht es an manchen Wänden, sie halbhoch zu fliesen. Auch das kann den Raum optisch ruhiger und größer erscheinen lassen.

Gar keine Fliesen

Oder aber sie verzichten ganz auf Fliesen. Auch das ist heutzutage möglich, wenn Sie die Wände auf andere Weise gegen Wasser und Feuchtigkeit schützen. Lassen Sie sich dazu in einem Fachgeschäft beraten.

Natürliche Materialien wie Holz und Stein

Wie oben schon bei den Farben erwähnt: Sie können aus dem Vollen schöpfen und das gilt gerade auch für Materialien. Natürliche Varianten wie Holz und Stein machen sich gerade in kleineren Bädern gut.

Wände und Böden aus denselben Materialien

Ein genereller Tipp zur Wand- und Bodengestaltung in kleinen Bädern ist es, hier dieselben Materialien zu verwenden. Dadurch fließen die verschiedenen Flächen optisch harmonisch zusammen, anstatt die (eventuell engen) Linien zwischen Wand und Boden noch zu betonen.

Offen und simpel

Und ganz zum Schluss: Haltebn Sie die Badgestaltung möglichst offen und simpel. Während es sich in großen Bädern beispielsweise anbietet, Teile des Bads durch eine unterschiedliche Gestaltung voneinander abzugrenzen, ist das im kleinen Bad eher nicht angesagt.

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